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20.08.2014

13:04 Uhr

Anleihen

Euro-Peripherie-Bonds im Rekordtief

Bundesanleihen und US-Staatsanleihen haben sich am Mittwoch kaum bewegt. Indes waren Anleihen aus den Ländern am Rande der EU heiß begehrt. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten sich hingegen mit lediglich 0,99 Prozent.

Zwerg mit Deutschlandfahne: Die Kurse von Bundesanleihen sind gefallen. dpa

Zwerg mit Deutschlandfahne: Die Kurse von Bundesanleihen sind gefallen.

Deutsche Bundesanleihen und US- Treasuries haben sich am Mittwoch um den Vortagesstand bewegt. Stattdessen waren Anleihen aus Euroraum-Peripherieländern gefragt. Die Renditen zehnjähriger Bonds aus Italien, Spanien und Irland fielen auf Rekordtiefs. Im Zehn-Jahres-Bereich fiel die Rendite spanischer Bonds auf ein Rekordtief von 2,381 Prozent, italienische Renditen erreichten ein Rekordtief von 2,567 Prozent, die irischen Bondrenditen sanken erstmals auf 1,924 Prozent. Zehnjährige portugiesische Staatsanleihen gleicher Laufzeit rentierten bei 3,35 Prozent sechs Basispunkte niedriger. Das Land nahm 1 Milliarde Euro über Papiere mit 91 und 364 Tagen zu niedrigeren Emissionsrenditen als bei der letzten Auktion auf.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 0,99 Prozent einen Basispunkt niedriger. Am Terminmarkt stieg der Bund-Future um 15 Basispunkte auf 150,25 Prozent. Die Rendite von US-Bonds mit zehn Jahren Laufzeit war bei 2,40 Prozent kaum verändert.

Im Mittelpunkt des Marktinteresses dürfte das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank stehen, das am Abend veröffentlicht wird. Neue Hinweise, wann eine erste Leitzinserhöhung erfolgen könnte, wird das Protokoll nicht enthalten, schrieb die National-Bank am Mittwochmorgen in einer Analyse. Dafür seien jedoch Hinweise auf den künftigen Ablauf des Ausstiegs aus der lockeren Geldpolitik zu erwarten. Die Fed sollte allmählich eine Vorstellung haben, wie beispielsweise mit fällig werdenden Anleihen und Zinszahlungen umgegangen werden soll. Bislang werden diese immer wieder reinvestiert, erläutert die Bank.

Am Primärmarkt nahm Deutschland fünf Milliarden Euro über eine zweijährige Bundesschatzanweisung auf. Die Marktpflegequote erreichte mit 19,2% den höchsten Wert seit November 2013

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