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23.06.2015

15:36 Uhr

Anleihen

Griechenlandkrise lässt Peripherie-Bonds steigen

Die Verhandlungen mit Griechenland bestimmen den Anleihen-Markt: Der Optimismus, dass Athen doch noch eine Vereinbarung erreichen wird, heizt die Nachfrage nach risikoreichen Papieren an.

Anleger sehen offenbar ein sinkendes Risiko, was das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum angeht. Reuters

Alexis Tsipras

Anleger sehen offenbar ein sinkendes Risiko, was das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum angeht.

FrankfurtDeutsche Bundesanleihen haben am Dienstag ihre anfänglichen Kursverluste wieder aufgeholt. Steigende Kurse verzeichneten die Papiere von Euroraum-Peripheriestaaten, insbesondere aus Griechenland.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 0,88 Prozent in etwa auf dem Vortagesstand. Am Terminmarkt stieg der Bund-Future um sechs Basispunkte auf 150,42 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Treasuries stieg um drei Basispunkte auf 2,40 Prozent.

Der Optimismus, dass Griechenland eine Vereinbarung mit den Gläubigern erreichen wird, heizte die Nachfrage nach den risikoreicheren Papieren an. Fortschritte bei den Verhandlungen mit Griechenland hatten am Vortag einen Ausverkauf bei Bundesanleihen ausgelöst und spanischen Papieren die größten Kursgewinne in einem Jahr beschert. Die spanischen Bonds setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Auch italienische, portugiesische und griechische Papiere legten zu.

„Selbst nach der Rally gibt es gewissen Wert bei Peripherie-Bonds”, schrieben Analysten der Société Générale SA um Ciaran O'Hagan in einer Studie. „Natürlich dürfte der Weg in den nächsten Wochen holprig sein. Aber das Risiko eines Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum in nächster Zeit lässt nun deutlich nach.”

Zehnjährige spanische Anleihen rentierten bei 2,04 Prozent sieben Basispunkte niedriger. Die Rendite von portugiesischen Papieren gleicher Laufzeit fiel um 11 Basispunkte auf 2,70 Prozent. Die Rendite von zehnjährigen griechischen Bonds sackte weitere 58 Basispunkte auf 10,58 Prozent ab, nachdem sie am Vortag bereits um 150 Basispunkte gefallen war.

Am Primärmarkt nahm Spanien 3,381 Mrd. Euro über Papiere mit drei und neun Monaten Laufzeit auf. Die Niederlande platzierten eine 2047 fällige Anleihe im Volumen von 1,455 Mrd. Euro.

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