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15.11.2012

12:57 Uhr

Anleihen

Irland sammelt frisches Geld ein

Irlands Schuldenagentur NTMA hat sich zum wiederholten Mal nach der Flucht unter den Euro-Rettungsschirm an den Kapitalmarkt getraut. Die Regierung braucht dringend Geld um im Dezember die Schuldner zu befriedigen.

Die Finanzierung über private Investoren scheint für Irland bei geringen Summen wieder zu funktionieren. dpa

Die Finanzierung über private Investoren scheint für Irland bei geringen Summen wieder zu funktionieren.

DublinIrland hat sich für drei Monate frisches Geld bei Anlegern besorgt. Wie die nationale Schuldenagentur NTMA am Donnerstag mitteilte, konnte der Krisenstaat wie geplant 500 Millionen Euro aufnehmen. Die Zinsen lagen bei 0,55 Prozent nach 0,7 Prozent im Oktober. Es ist die letzte geplante Versteigerung in diesem Jahr. Die Regierung in Dublin braucht das Geld, um im Dezember fällige Schulden zu begleichen.

Irland hatte sich Mitte des Jahres erstmals seit der Flucht unter den Euro-Rettungsschirm im September 2010 wieder an den Geldmarkt gewagt. Die Finanzierung über private Investoren scheint zwar mit vergleichsweise geringen Summen wieder zu funktionieren, wie die mittlerweile vier Auktionen zeigen. Experten sind dennoch skeptisch, ob es gelingt, den Marktzugang im kommenden Jahr wie geplant wieder herzustellen.

Das derzeitige Hilfsprogramm der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds läuft Ende 2013 aus. Die Ratingagentur Moody's äußerte sich in einer am Mittwochabend veröffentlichten Studie skeptisch, was den weiteren Sanierungskurs angeht. Neue Hilfen könnten notwendig werden, so die Bonitätsprüfer. Etwas optimistischer zeigte sich die Rating-Konkurrenz von Fitch. Die Agentur hob den Ausblick für Irland am Mittwoch von „negativ“ auf „stabil“ an. Die bisherigen Fortschritte beim Spar- und Reformkurs werden jedoch zunehmend durch die konjunkturelle Entwicklung bedroht.

Von

dpa

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