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13.04.2006

11:45 Uhr

Anleihen

Italien muss mehr für neue Anleihen zahlen

Italien hat am Mittwoch – einen Tag nach dem knappen Wahlsieg von Romano Prodis Linksbündnis – Anleihen über insgesamt 5,5 Mrd. Euro aufgestockt.

HB FRANKFURT. Die Durchschnittsrendite für die aufgestockte fünfjährige Anleihe lag bei 3,67 Prozent, die für den 15-jährigen Bond bei 4,34 Prozent. So hohe Renditen musste Italien zuletzt im November 2003 beziehungsweise 2004 zahlen. „Angesichts der politischen Risiken ist die Auktion aber gut verlaufen“, sagte Nathalie Fillet, Zinsstrategin bei BNP Paribas, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Auktionen waren immerhin knapp 1,7 beziehungsweise 1,8-fach überzeichnet.

Viele Analysten rechnen damit, dass die Ratingagenturen die Bonitätsnoten für Italien senken werden. In den vergangenen Tagen hatten die Agenturen betont, dass auch ein Wahlsieg Prodis nicht zwangsläufig als Startschuss für eine stabilitätsorientierte Fiskalpolitik gesehen werden kann. Italienische Staatsanleihen haben sich in diesem Jahr noch schlechter entwickelt als deutsche Bundesanleihen. Derzeit bietet die zehnjährige italienische Staatsanleihe gut 0,3 Prozentpunkte mehr Rendite als die zehnjährige Bundesanleihe und damit so viel wie seit August 2002 nicht mehr. Die Ratingagenturen stufen Italien im Bereich „AA“ ein. Deutschland hat die Top-Note „AAA“.

Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte gestern am späten Abend kaum verändert mit 3,89 Prozent. Der Bund-Future verlor leicht auf 116,15 Prozent. In den USA lag die Rendite zehnjähriger Treasuries bei 4,98 Prozent und damit ebenfalls auf dem Niveau des Vortags.

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