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06.06.2014

10:46 Uhr

Anleihen

Rendite für Krisen-Bonds auf Rekordtief

Die Beschlüsse der EZB haben die Anleger am Freitag in die Anleihen der Euro-Krisenstaaten getrieben. Händlern zufolge dürften vor allem die südeuropäischen Staaten von den EZB-Maßnahmen profitieren.

Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen sank. dapd

Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen sank.

FrankfurtDie Beschlüsse der EZB zur Ankurbelung der Kreditvergabe haben die Anleger am Freitag in die Anleihen der Euro-Krisenstaaten getrieben. Die Kurse stiegen, entsprechend bergab ging es mit den Renditen. Zehnjährige italienische Titel warfen mit 2,837 Prozent so wenig ab wie noch nie seit Einführung des Euro. Im Schlussgeschäft vom Donnerstag hatten die Renditen bei 2,946 Prozent gelegen. Auch die Renditen spanischer und irischer Papiere fielen mit 2,74 beziehungsweise 2,51 Prozent auf ein Rekordtief.

Die EZB hatte am Donnerstag ein ganzes Bündel von Maßnahmen angekündigt, um die Kreditvergabe in der Euro-Zone anzukurbeln und eine mögliche Deflation zu verhindern. Neben der Senkung der Leitzinsen auf rekordniedrige 0,15 Prozent beschloss die EZB einen Strafzins für Banken und neue milliardenschwere Geldspritzen. Händlern zufolge dürften vor allem die südeuropäischen Staaten von diesen Maßnahmen profitieren.

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

Von

rtr

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