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06.01.2015

13:15 Uhr

Anleihen

Renditeschwund bei Staatsanleihen

Überall auf der Welt sinken die Renditen für Staatsanleihen. Verantwortlich dafür sind die instabilen Aktienmärkte und der anhaltende Ölpreisverfall. Glaubt man den Experten, dürfte diese Entwicklung anhalten.

Staatsanleihen in der Übersicht. Verunsichert von den schwankenden Aktienmärkten suchen Anleger vermehrt Staatsanleihen auf. Die Rendite sinken deswegen. dpa

Staatsanleihen in der Übersicht. Verunsichert von den schwankenden Aktienmärkten suchen Anleger vermehrt Staatsanleihen auf. Die Rendite sinken deswegen.

Die Kurse der Staatsanleihen weltweit klettern und die Rendite ist auf ein Rekordtief gesunken. Auslöser war zum einen der Einbruch der Ölpreise und der Aktienkurse. Zum anderen bereiten sich Bondhändler darauf vor, dass die Europäische Zentralbank (EZB) noch in diesem Monat mit dem Ankauf von Staatspapieren beginnen wird.

Die Rendite der Staatsanleihen im Bank of America Merrill Lynch Global Broad Market Sovereign Plus Index erreichte am Montag eine effektive Rendite von 1,28 Prozent. Das ist, basierend auf der Datenreihe, die 1996 beginnt, ein Allzeittief. Die Verluste an den Aktienmärkten stärken die Nachfrage nach der relativen Sicherheit der Papiere.

Die Rendite für zwanzigjährige japanische Anleihen sank erstmals seit April 2013 unter 1,0 Prozent und bei den zehnjährigen australischen Bonds sank die Rendite am Dienstag auf ein Rekordtief.

„Es gibt zahlreiche Dinge, die Bonds weiterhin gefragt machen“, sagte John Gorman, Leiter Dollar-Zinshandel Asien-Pazifik bei Nomura in Tokio. „Wir haben Erwartungen in Bezug auf die EZB. Die Ölpreise fallen weiter, was desinflationär wirkt. Und wir sehen eine Allokation von Vermögensanlagen – die Investoren denken, dass Aktien überbewertet sind.“

Staatsanleihen: Renditen im Sinkflug

USA

Rendite (zehnjährige Anleihe): 2,61 Prozent
Renditeveränderung (in den vergangenen drei Monaten): - 17,1 Basispunkte
Quelle: Bloomberg, 10.06.2014

Deutschland

Rendite: 1,38 Prozent
Renditeveränderung: - 24,8 Basispunkte

Italien

Rendite: 2,74 Prozent
Renditeveränderung: - 62,4 Basispunkte

Spanien

Rendite: 2,57 Prozent
Renditeveränderung: - 72,9 Basispunkte

Portugal

Rendite: 3,32 Prozent
Renditeveränderung: - 110,6 Basispunkte

Irland

Rendite: 2,41 Prozent
Renditeveränderung: - 65,9 Basispunkte

Griechenland

Rendite: 5,47 Prozent
Renditeveränderung: - 132,4 Basispunkte

Frankreich

Rendite: 1,71 Prozent
Renditeveränderung: - 48,5 Basispunkte

Finnland

Rendite: 1,57 Prozent
Renditeveränderung: - 35,9 Basispunkte

Österreich

Rendite: 1,66 Prozent
Renditeveränderung: - 24,7 Basispunkte

Niederlande

Rendite: 1,60 Prozent
Renditeveränderung: - 24,6 Basispunkte

Belgien

Rendite: 1,81 Prozent
Renditeveränderung: -52,1 Basispunkte

Großbritannien

Rendite: 2,69 Prozent
Renditeveränderung: - 10,8 Basispunkte

Japan

Rendite: 0,59 Prozent
Renditeveränderung: - 2,5 Basispunkte

Schweiz

Rendite: 0,72 Prozent
Renditeveränderung: - 25,8 Basispunkte

Russland

Rendite: 4,26 Prozent
Renditeveränderung: - 89,3 Basispunkte

Türkei

Rendite: 8,67 Prozent
Renditeveränderung: - 187 Basispunkte

Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank am frühen Dienstag um zwei Basispunkte auf 2,02 Prozent, wie Daten von Bloomberg Bond Trader zeigten. Bei den zehnjährigen japanischen Bonds sank die Rendite auf beispiellose 0,28 Prozent und bei den zwanzigjährigen Papieren auf 0,965 Prozent. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen rentierten am Montag bei 0,492 Prozent. Die zehnjährige australische Rendite markierte bei 2,698 Prozent ein Rekordtief.

Die Bondrenditen zeigen, dass der Ausblick für die Inflation weltweit sinkt. Investoren gehen nun von einem durchschnittlichen Anstieg der Verbraucherpreise in diesem Jahr von 1,05 Prozent aus. Das belegen Daten von Bank of America. Noch vor fast zwei Jahren lag die Erwartung bei 1,74 Prozent.

Kommentare (1)

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06.01.2015, 19:23 Uhr

Renditeschwund bei Staatsanleihen

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Renditeschwund bei Staatsanleihen ??????????????????????????


 „Wir sind nicht mehr erpressbar“, macht Sigmar Gabriel deutlich.

Jetzt wo die Schandtaten der EU und nicht korrekte Staatsgeschäfte sowie nicht korrekte Geldgeschäfte der EU Banken mit Griechenland unter dem Tisch aus dem Weg geräumt wurden, jetzt erst kann man der griechische Staatsinsolvenz einen Freibrief geben ?

Von wegen man ist nicht mehr erpressbar...320 MILLIARDEN EURO Staatsschulden von Griechenland muss irgendwer bezahlen oder verlieren.

Alleine auf Deutschland würden laut amtliches Papier 65 Milliarden Euro an Verluste zukommen...doch wie sieht es real tatsächlich aus ???

Alleine aus den Folgen würden auf Deutschland mindestens weitere 65 Milliarden Euro an Verluste zukommen.

Ganz zu schweigen welchen Milliarden Euro Betrag deutsche Firmen insgesamt dabei verlieren würden wegen Investitionen in Griechenland und dortige Verkaufsverträge.

Wie werden Aktien von Commerzbank und Siemens nach dem Austritt von Griechenland wohl aussehen ?

Doch Deutsche und andere EU-Politiker spielen einen Griechenland-Poker auf alle ebene...nach dem Motto :

„ Angriff ist die beste Verteidigung. „...werden wünsche als Realität ausgesprochen...und irgendwann kommt die Realität und wieder einmal werden dann die politische Worte wieder gebrochen.

Na dann EU...jetzt mach Du...ich schaue lustig zu...( und jetzt lache ich Dich aus ).







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