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18.08.2014

10:46 Uhr

Anleihen

Sicherer Hafen nicht mehr gefragt

Bundesanleihen und US-Staatsanleihen haben am Montag deutlich nachgegeben. Grund dafür sind die nachlassenden geopolitischen Spannungen, die Anleger zurückgehalten haben.

Zwerg mit Deutschlandfahne: Die Kurse von Bundesanleihen sind gefallen. dpa

Zwerg mit Deutschlandfahne: Die Kurse von Bundesanleihen sind gefallen.

Die Kurse von Bundesanleihen und US-Treasuries sind am Montag gefallen. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 0,99 Prozent drei Basispunkte höher. Am Terminmarkt fiel der Bund-Future um 19 Basispunkte auf 150,22 Prozent. Die Rendite von US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit stieg um zwei Basispunkte auf 2,36 Prozent.

Nachlassende geopolitische Spannungen reduzierten die Nachfrage nach den als besonders sicher geltenden Bundesanleihen und Treasuries. Auf einem Krisentreffen wollen Vertreter der Ukraine, Russland und anderer Länder über einen Waffenstillstand in den von Separatisten gehaltenen Gebieten in der Ostukraine sprechen. Im Irak konnten kurdische Kräfte die Kontrolle über den größten Staudamm des Landes wiedererlangen. „Die Flucht in die Qualität wegen der geopolitischen Risiken hat die Treasuries etwas teuer gemacht“, sagt Kazuaki Oh'e von CIBC World Markets Japan Inc. „Es gibt keinen starken Grund, weitere Treasuries auf diesem Niveau zu kaufen.“

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

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