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02.06.2014

17:56 Uhr

Anleihen

Spanische Anleihen gewinnen vor EZB-Sitzung

Inmitten von Spekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik sinkt die Rendite spanischer Anleihen. Die Kurse der zehnjährigen deutschen Bundesanleihen tendieren derweil zuletzt seitwärts.

Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen sank. dapd

Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen sank.

Die Rendite zehnjähriger spanischer sank um zwei Basispunkte; irische zehnjährige Anleihen rentierten vier Basispunkte niedriger inmitten von Spekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik bei der EZB-Sitzung an diesem Donnerstag.

Die Kurse der zehnjährigen deutschen Bundesanleihen tendierten zuletzt seitwärts, nach Gewinnen am Vormittag. Die Rendite der Zehnjährigen lag bei 1,35 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future war bei 146,74 Prozent um 7 Basispunkte fester.

Der Markit Einkaufsmanagerindex hat gezeigt, dass sich die Industrieproduktion in der Eurozone stärker als erwartet verlangsamt hat. Mit einem Wert von 52,2 lag der Index unter der Prognose der Ökonomen von 52,5. Außerdem deuten schwächere Inflationsraten aus Deutschland auf niedriger als erwartete Verbraucherpreise in der Eurozone hin. Diese werden am morgigen Dienstag bekanntgegeben.

„Die deutschen Zahlen bestätigen den Bedarf für EZB- Maßnahmen um eine Deflationsspirale zu vermeiden“, sagte Stratege Alessandro Giansanti von der ING Groep NV in Amsterdam. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir auf negatives Rendite- Niveau am kurzen Ende der deutschen Kurve zusteuern werden.“

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

Die Renditen zweijähriger deutscher Papiere fielen um knapp einen Basispunkt auf 0,05 Prozent. Zwischenzeitlich erreichte die Rendite der Zweijährigen den tiefsten Stand seit 31. Mai 2013 bei 0,044 Prozent. Der Spread zu US-Papieren gleicher Fälligkeit erreichte den höchsten Stand seit 2012. Die zweijährige US-Rendite war einen Basispunkt höher bei knapp 0,39 Prozent

Zehnjährige Treasuries weiteten ihre Verluste nach dem schwächer als erwartet ausgefallenen ISM-Index aus. Die Anleihen rentierten knapp 4 Basispunkte höher bei 2,51 Prozent. Der ISM- Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA verfehlte mit 53,2 im Mai die Erwartungen der Volkswirte von 55,5. Im April lag der Index noch bei 54,9 Punkten.

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