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29.05.2015

18:32 Uhr

Anleihen-Sprünge

G7 sehen Turbulenzen am Markt als Korrektur

Zuletzt hat es kräftige Turbulenzen am Anleihemarkt gegeben. Die Finanzminister und Notenbankchefs der G7 werten diese als Korrektur früherer Übertreibungen. Dennoch bereiten einige Entwicklungen ihnen Sorgen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, l) und Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, in Dresden. dpa

G7-Finanzministertreffen in Dresden

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, l) und Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, in Dresden.

DresdenDie Finanzminister und Notenbankchefs der G7-Länder haben laut Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die jüngsten Turbulenzen bei Staatsanleihen als Korrektur früherer Übertreibungen gewertet. Das sei die Meinung der Teilnehmer des Treffens in Dresden gewesen, sagte Weidmann am Freitag nach den Gesprächen. Die Entwicklung an den Finanzmärkten werde sorgfältig beobachtet – auch die Gefahr von möglichen Blasenbildungen werde im Blick behalten. In den vergangenen Wochen hatte es kräftige Turbulenzen am Anleihemarkt gegeben: So waren die Renditen der Bundesanleihen zeitweise kräftig nach oben geschnellt.

Auf dem Treffen ging es Weidmann zufolge auch um mögliche Gefahren, die mit den Niedrigzinsen einhergehen. „Zum anderen haben wir diskutiert, dass sich durch die anhaltende Phase sehr niedriger Zinsen Finanzstabilitätsrisiken gerade auch im Versicherungssektor aufbauen können“, sagte er. Diese müssten beobachtet werden. Lebensversicherer klagen seit längerem über die ultraniedrigen Zinsen.

Vor allem die geringen Renditen der für sie als Anlageklasse wichtigen Anleihen macht ihnen zu schaffen. 2011 lag der Leitzins in der Eurozone noch bei 1,5 Prozent. Inzwischen sind es nur noch 0,05 Prozent. In den USA hält die Fed den Schlüsselsatz für die Versorgung der Banken mit Geld bereits seit Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. Allerdings wird dort eine erste noch 2015 erwartet.

Von

rtr

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