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21.07.2015

22:03 Uhr

Anleihen

S&P gibt Griechenland eine bessere Note

Bekommt Griechenland ein drittes Hilfspaket? Die Ratingagentur S&P stuft die Kreditwürdigkeit des Landes schon etwas höher ein als zuvor. Damit sind griechische Anleihen allerdings längst nicht aus dem Schneider.

Griechenlands Bonität klettert bei der Ratingagentur Fitch um eine Stufe. dpa

Griechische Fahnen

Griechenlands Bonität klettert bei der Ratingagentur Fitch um eine Stufe.

BangaloreDie Aussicht auf ein drittes Hilfspaket bringt Griechenland eine bessere Note der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). Die Bonitätsbewertung wurde um eine Stufe auf "CCC+" angehoben, wie S&P am Dienstag mitteilte. Der Ausblick sei stabil, erklärten die Experten.

Damit gelten die griechischen Anleihen allerdings weiterhin als hoch riskant. Diese Einstufung bedeutet, dass das Land zwar noch immer finanziell angeschlagen, dass aber eine akute Krise weniger wahrscheinlich geworden ist. Die vorherige Bewertung bedeutete, dass Griechenland wahrscheinlich binnen sechs Monaten seine Bediensteten nicht mehr vollständig bezahlen kann.

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Rund 50 Milliarden Euro soll Griechenland durch die Privatisierung einnehmen, fordern die Gläubiger. Nun gibt es Ideen für Verkaufsobjekte: Inseln, Häfen, Stadien. Viele Projekte kommen einem aber verdächtig bekannt vor.

Standard & Poor's hatte die Bonität des Landes Ende Juni von CCC auf CCC- herabgestuft, nachdem der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras überraschend ein Referendum über das Angebot der internationalen Geldgeber für weitere Hilfsleistungen angesetzt hatte. Dies entsprach einer Stufe vor dem kompletten Zahlungsausfall. Auch CCC+ liegt noch tief im sogenannten Ramschniveau.

Griechenland hatte vergangene Woche eine Vereinbarung mit den anderen 18 Euro-Ländern erzielt: Im Gegenzug für harte Reformen soll über ein drittes Hilfspaket verhandelt werden. Griechenland will die Detail-Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern binnen eines Monats abschließen. Am Mittwoch soll das Parlament weitere Reformen auf den Weg bringen, danach will die Regierung in Athen Gespräche mit den Geldgebern aufnehmen.

Inzwischen hat Griechenland gut sieben Milliarden Euro als Überbrückungskredit bekommen. Aus Sicht von S&P stehen die Chancen, dass das Land aus der Eurozone ausscheidet, aber immer noch eins zu drei. Nach dem Referendum Ende Juni hatte S&P die Wahrscheinlichkeit eines "Grexit" mit 50 Prozent angesetzt.

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