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16.04.2013

15:36 Uhr

Anleihenauktion verkürzt

Investoren reißen sich um Italiens „Patriotenbonds“

13 Milliarden Euro in zwei Tagen – die Nachfrage nach den vierjährigen italienischen Staatsanleihen ist riesig. Italien hat die Zeichnungsfrist bereits verkürzt. Interessenten können die Bonds bis Dienstagabend kaufen.

Italien hat sich dank der Patriotenbonds mit frischem Geld versorgt. Reuters

Italien hat sich dank der Patriotenbonds mit frischem Geld versorgt.

MailandDie neuen italienischen Staatanleihen sind ein großer Erfolg. Am Montag lag die Nachfrage bei mehr als neun Milliarden Euro – so hoch wie noch nie am ersten Tag einer Ausgabe. Deshalb hat der Staat die Zeichnungsfrist um einen Tag verkürzt. Interessenten können nur noch bis Dienstagabend um 17:30 Uhr zeichnen. Ursprünglich wäre auch bis Donnerstag Zeit gewesen. Am Dienstagmittag lagen bereits Anfragen für weitere vier Milliarden Euro vor.
Die Anleihen „BTP Italia“ sind vor allen auf Kleinanleger zugeschnitten – sie laufen vier Jahre und sind inflationsgeschützt. Daher werden sie auch Patriotenbonds genannt, weil der italienische Staat in der Krise im vergangenen Jahr mit ähnlichen Anleihen vor allem an den Nationalstolz und das Geld der italienischen Familien appelliert hat. Jeder, der die Anleihen bis zum Ende hält, erhält eine Treueprämie.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Die Stückelung liegt bei 1000 Euro, die Zinsen bei 2,25 Prozent plus Inflationsausgleich. So können die Bonds auch institutionelle Investoren anlocken, die in dem niedrigen Zinsumfeld auf der Suche nach akzeptablen Renditen sind.
Italien hat bereits beim letzten Patriotenbond einen absoluten Rekord erreicht und 18 Milliarden Euro eingesammelt. Das Schatzamt hat sich dieses Mal vorbehalten, die Auktion eher zu beenden, sollte die Nachfrage zu hoch sein. Wahrscheinlich haben viele institutionelle Investoren daher bereits am Montag gezeichnet, um sicher zu gehen, dass sie die Anleihen auch erhalten.

Von

kk

Kommentare (2)

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pro-d

16.04.2013, 15:48 Uhr

Es wird ja immer viel erzählt, was Warren Buffet so investiert,
aber leider hört man hier sehr wenig, was die ALTMEISTER so investieren

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Lord Jakob Rothschild wettet 130 Mio Pfund gegenüber dem Euro (The Telegraph 18 Aug. 2012).


George Soros ist ein weiteres Instrument für die wirtschaftliche und politische Kriegsführung in den Händen der Rothschilds. Er gehört zu jenen Kreisen, die vor drei Jahren eine bösartige “Viertes Reich”-Kampagne gegen das wiedervereinigte Deutschland in die Wege leiteten;

Soros ist sehr anti-deutsch (William Engdahl).

*

Account gelöscht!

16.04.2013, 16:08 Uhr

Ich habe all mein Gold verkauft und dafür Italienische "Idioten-Bonds", ääähhh Verzeihung ich meinte natürlich "Patrioten-Bonds" gezeichnet.

Super Sache, oder?

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