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13.01.2009

07:33 Uhr

Anleihenbericht

Emissionswelle bereitet den Anlegern Sorgen

Die Kurse am Rentenmarkt haben am Montag erst leicht nachgegeben und nach dem Start der US-Börsen ins Plus gedreht. Zunächst überwogen beiderseits des Atlantiks die Verkäufe. Anleger erwarteten, dass die Rekordemissionen der europäischen Staaten in dieser Woche soviel Kapital am Rentenmarkt abschöpfen, dass die Kurse unter Druck geraten.

HB FRANKFURT. Europäische Staaten platzieren bis Freitag Anleihen im Gesamtvolumen von bis zu 41 Mrd. Euro. Deutschland gab am Montag unverzinsliche Schatzanweisungen im Volumen von sieben Mrd. Euro aus. Frankreich beschaffte acht Mrd. Euro am Rentenmarkt, die Niederlande sieben Mrd. Euro und Italien 13 Mrd. Euro. Aus Griechenland kommt heute eine Emission über zwei Mrd. Euro. Spanien dürfte am Mittwoch Bonds über 1,5 Mrd. Euro ausgeben. „Das Angebot ist derzeit ein deutlicher Grund für Bedenken“, sagt Zinsstratege Matteo Regesta von BNP Paribas. „Marktteilnehmer fürchten, dass es einfach zu viel ist.“

Am Nachmittag dominierten Ängste zur anstehenden US-Berichtssaison. Anleger setzten wieder verstärkt auf sichere Staatspapiere. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank zwei Basispunkte auf 3,00 Prozent. Der Bund-Future stieg auf 125,02 Prozent. Zehnjährige US-Treasuries rentierten vier Basispunkte niedriger bei 2,35 Prozent.

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