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15.01.2009

18:11 Uhr

Anleihenbericht

Sorgen um Ratings belasten Spanien-Bonds

Bedenken zum Kreditrating haben Spanien am Donnerstag gezwungen, bei der Ausgabe neuer Staatsanleihen deutliche höhere Risikoprämien zu zahlen. Die Zeit der einheitlichen Bewertung europäischer Staatsanleihen könnte vorbei sein.

HB FRANKFURT. Bei einer Auktion 30-jähriger Bonds im Volumen von einer Mrd. Euro lag die mittlere Emissionsrendite bei 4,84 Prozent und damit rund 65 Basispunkte höher als bei einer Emission im Dezember. Die Nachfrage der Investoren war 1,7-fach so groß wie das Angebot. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte am Montag mitgeteilt, die Bonitätsnote Spaniens in Hinblick auf eine Senkung zu überprüfen. Das Land stehe vor „erheblichen“ wirtschaftlichen Problemen.

Fondsmanager Thomas Kressin von Pimco erklärte, die Tage der einheitlichen Bewertung europäischer Staatsanleihen seien vorbei. Die Anleger schauten verstärkt auf die Kredit- und Liquiditätsrisiken der einzelnen Länder. Aus Spanien kamen auch 15-jährige Bonds über 2,6 Mrd. Euro. Am Sekundärmarkt standen spanische Bonds entgegen dem Europatrend unter starkem Verkaufsdruck.

Zehnjährige Bundesanleihen notierten deutlich fester, nachdem die EZB ihren Leitzins um einen halben Prozentpunkt gesenkt hat. Die Bonds rentierten sieben Basispunkte niedriger mit 2,86 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries pendelte um den Vortageswert von 2,20 Prozent.

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