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15.11.2013

12:53 Uhr

Anleihenmarkt

Bundesanleihen steuern auf Wochengewinn zu

Die zehnjährigen Bundesanleihen zogen am Freitag wieder an. Die Nachrichten über die Geldpolitik der designierten Fed-Chefin hatten die Renditen am Vortag gedrückt. Erwartet werden nun Zahlen zur Inflation der Eurozone.

Die designierte Fed-Chefin Janet Yellen hatte im Kongress verkündet, den derzeitigen Kurs der Fed beizubehalten. Das hat Auswirkungen auf die Euro-Zone. Reuters

Die designierte Fed-Chefin Janet Yellen hatte im Kongress verkündet, den derzeitigen Kurs der Fed beizubehalten. Das hat Auswirkungen auf die Euro-Zone.

BerlinZehnjährige Bundesanleihen haben am Freitag auf einen Wochengewinn zugesteuert. Die Zahlen zur Inflation in der Eurozone bestätigten, dass die Preissteigerung im Oktober auf 0,7 Prozent zurückgegangen ist und damit so niedrig ist wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr. Marktteilnehmer setzen nun darauf, dass die Europäische Zentralbank ihre Konjunkturmaßnahmen beibehalten wird.

Die Rendite zehnjähriger Bunds war bei 1,71 Prozent nahezu unverändert gegenüber dem Vortag und hielt sich etwa sechs Basispunkte oberhalb ihres Tiefststandes in mehr als drei Monaten. Am 31. Oktober war sie auf 1,65 Prozent zurückgefallen, den tiefsten Stand seit dem 8. August. Der Bund-Future notierte bei 141,65 Prozent fünf Basispunkte niedriger.

Von Jahresbeginn bis Donnerstag haben die Bunds 1,1 Prozent verloren, wie aus den Bloomberg World Bond Indexes hervorgeht. Für spanische Papiere ging es gleichzeitig elf Prozent aufwärts und für italienische sieben Prozent.

Treasuries fielen nach zwei Tagen mit Gewinnen wieder zurück. Am Vortag waren die Renditen gefallen, nachdem die designierte Fed-Chefin Janet Yellen erklärt hatte, dass das Konjunkturprogramm der USA so schnell nicht reduziert werde. Die Rendite zehnjähriger Titel zog um zwei Basispunkte auf 2,71 Prozent an.

„Yellen bestätigte, dass die Politik vorerst bestehen bleibt, also haben wir weiterhin Liquidität im Überfluss, und das ist wichtig für die Märkte“, sagt Piet Lammens, Analyse- Chef bei KBC Bank NV in Brüssel. „Vielleicht entsteht während des US-Geschäfts die Versuchung, Gewinne mitzunehmen, aber insgesamt dürfte das marginal bleiben.“

Am Freitag stehen in den USA Daten zur industrieproduktion und zum Einzelhandel an, die weiteren Aufschluss über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft geben dürften.

Kommentare (1)

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otto15

15.11.2013, 12:36 Uhr

Eine Anlage in Bundesanleihen -und dann auch noch auf 10 Jahre- hat beste Chancen zur dümmsten Anlageentscheidung des Jahres zu werden. Widerspruch sehe ich mit Interesse entgegen.

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