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15.10.2013

17:00 Uhr

Anleihenmarkt

Deutsche Bank vorne bei Kangaroo-Bonds

Die Deutsche Bank hat Kurs auf die Spitzenposition bei der Platzierung von australischen Kangaroo-Bonds genommen. Kanadische Großbanken verlieren hingegen weiter an Marktanteilen. Der fünfte Kontinent lockt.

Kangaroo-Bonds sind Anleihen ausländischer Unternehmen in Australien. Der Marktanteil der Deutschen Bank betrug in diesem Jahr rund 13 Prozent. Reuters

Kangaroo-Bonds sind Anleihen ausländischer Unternehmen in Australien. Der Marktanteil der Deutschen Bank betrug in diesem Jahr rund 13 Prozent.

DüsseldorfWenn es darum geht, sich Kapital am australischen Markt zu beschaffen, vertrauen immer mehr Unternehmen der Deutschen Bank. 33 Bondemissionen ausländischer Unternehmen hat die Bank aus Frankfurt in diesem Jahr begleitet. Dabei geben die Firmen so genannte Kangaroo-Bonds aus: Anleihen ausländischer Firmen, die in australischen Dollar notiert sind und den Regulierungen des Landes unterliegen. Damit kommt die Bank auf einen Anteil von 13,9 Prozent am gesamten Emissionsvolumen von rund 23 Milliarden australischen Dollar (ca. 16 Milliarden Euro) und könnte sich damit in diesem Jahr auf die Spitzenposition befördern. Dagegen ist der Markanteil des Konkurrenten TD Securities, einer der führenden kanadischen Investmentbanken, auf rund 12 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr lag dieser bei 18,4 Prozent. Die Bank, die in den Jahren 2012, 2009 und 2004 die Kangaroo- Ranglisten anführte, belegt in diesem Jahr nur Platz drei.

Für Rod Everitt, Leiter Australien- und Neuseeland-Dollar-Syndizierung bei der Deutschen Bank in Sydney kam der Aufstieg seines Institutes nicht überraschend, sondern erforderte mehrere Jahre Vorarbeit: „Sie können nicht einfach anklopfen und erwarten, dass die Emittenten an Sie und Ihre Fähigkeiten glauben”, sagt er.
Als Everitt im Jahr 2007 seine Position übernahm, hatte die Deutsche Bank kein eigenständiges Geschäft für Erstemissionen in Australien. Bei der Zeichnung von Kangaroo-Anleihen rangierte sie auf Platz 13. Der 41-Jährige hat seitdem ein Konsortialgeschäft aufgebaut. Ein Index, der zum größten Teil Kangaroo-Papieren mit der höchsten Bonitätseinstufung umfasst, hat in diesem Jahr bisher einen Ertrag von 1,4 Prozent eingefahren. Das ist fast doppelt so viel wie der breitere australische Bondmarkt, wie aus Indizes von Standard & Poor's hervorgeht.

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