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23.07.2014

16:12 Uhr

Anleihenmarkt

Europäische Bonds and Treasuries fester

Die Konflikte in Ukraine und Nahost spiegeln sich in den Anleihenkursen wider und die zehnjährige italienische Staatsanleihe legt eine rekordverdächtige Serie hin: Ein Blick auf die Anleihenentwicklungen am Mittwoch.

Die Börse im argentinischen Buenos Aires: Weltweit werden sichere Häfen bevorzugt. dpa

Die Börse im argentinischen Buenos Aires: Weltweit werden sichere Häfen bevorzugt.

Europas Anleihemärkte tendierten am Mittwochnachmittag nach leichten Abgaben im frühen Handel in engen Kursspannen fester. Die geopolitischen Konflikte in der Ukraine und in Israel scheinen sich bereits weitgehend in den Anleihenkursen widerzuspiegeln.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zwei Basispunkte niedriger bei 1,15 Prozent. Bunds hatten in den vergangenen sieben Tagen zweimal unter der Marke von 1,14 Prozent notiert. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 32 Basispunkte auf 148,32 Prozent.

„Wir erwarten, dass es lange dauern wird bis die Situation im Anleihemarkt abklingt, erwarten aber nicht, dass die Zuflüsse in Anleihen zunehmen, die als sicherer Hafen gesehen werden, denn vieles ist bereits eingepreist”, sagt Asoka Wöhrmann, CIO Deutsche Asset & Wealth Management, in einem E-Mail-Kommentar am Mittwoch. Wöhrmann bezieht sich dabei auf Staatsanleihen aus Kernmärkten. Bei Unternehmensanleihen aus Industrieländern bleibt er weiterhin positiv gestimmt, beobachte aber Entwicklungen um potentielle neue Sanktionen genau in Bezug auf Unternehmensanleihen aus Schwellenländern.

Die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe war den neunten Tag in Folge rückläufig - die längste Serie mit stetigen Kursgewinnen seit März 2010, zeigen Bloomberg-Daten. Am Mittwoch rentierten die Anleihen 2,74 Prozent. Seit 2011 haben sich die Finanzierungskosten Italiens halbiert.

Für Impulse könnte der EZB-Redner und Bundesbankchef Jens Weidmann heute Abend in London sorgen.

In den USA bewegten sich die 30-jährigen Treasuries nahe an einem 13-Monatstiefs nachdem die Kernrate der US- Verbraucherpreise am Vortrag etwas niedriger als erwartet ausgefallen war. Damit hatten sich auch die Erwartungen der Investoren auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed verringert. Der Spread 30-jähriger Treasuries gegenüber fünfjährigen verengte sich am Dienstag auf den niedrigsten Wert seit Februar 2009.

„Eine sehr aggressive Federal Reserve oder Inflation -oder Inflationsewartungen, die anfangen zu steigen”, würden Investoren in Anleihen längerer Laufzeiten Sorge bereiten, aber bis jetzt erscheine keines von beiden besorgniserregend, sagte Peter Jolly, Leiter für Analyse bei der National Australia Bank Ltd. in Sydney. „Daten und Geopolitk spielen ein Rolle, es ist möglich, dass die Renditen von hier weiter fallen.”

Zehnjährige US-Treasuries tendierten höher und gaben einen Basispunkt ab auf 2,45 Prozent.

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