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07.04.2006

22:41 Uhr

Arbeitsmarktbericht positiv

US-Börsen verabschieden sich im Minus

Die US-Aktienmärkte haben die anfänglichen Kursgewinne wieder abgegeben. Die unerwartet guten Arbeitsmarktdaten für März nährten die Sorge, die US-Notenbank könne ihren Zinserhöhungszyklus doch länger fortsetzen.

HB NEW YORK. Die Zinsängste drückten Kurse von Banken und Versicherungen ins Minus und überschatteten dabei die Hoffnungen auf starke Quartalszahlen in der anstehenden Berichtssaison.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,86 Prozent schwächer bei 11.120 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11.108 und 11.269 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 1,03 Prozent auf 1295 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq-Composite rutschte um 0,94 Prozent auf 2339 Stellen. Im Vergleich zur Vorwoche notierten die drei Indizes damit nahezu unverändert.

„Das ist eine Zwickmühle: Wir wollen eine starke Wirtschaft, aber sie darf nicht zu stark sein, weil wir ein Ende der Zinserhöhungen durch die Fed sehen wollen“, sagte Evan Olsen von Stephens Inc. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums waren im März unerwartet viele neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,7 Prozent - den niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren.

Ein robuster Arbeitsmarkt kann nach Meinung von Analysten den Währungshütern als Argument für eine weitere Anhebung des Leitzinses dienen. Höhere Zinsen schmälern in der Regel die Gewinne von Unternehmen und dämpfen die Kauflaune der Verbraucher. Zu den Zinssorgen trug auch noch die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen bei, die mit 4,97 Prozent auf ihren höchsten Stand seit Juni 2002 hochschnellte. Die Aktien des weltgrößten Versicherers American International Group verloren 1,62 Prozent auf 64,38 Dollar. Die Anteilsscheine von J.P. Morgan Chase gaben 1,4 Prozent auf 41,70 Dollar nach, Bank of America fielen um ein Prozent auf 45,74 Dollar.

Zudem belastete ein geringerer Öl-Preis die Kurse mehrerer Ölfirmen: Die Aktien von Exxon Mobil gaben um 1,22 Prozent auf 61,33 Dollar nach. Die Anteilsscheine von ConocoPhillips tendierten 1,92 Prozent schwächer bei 65,96 Dollar. Der Preis für US-Öl sank im späten Handel um rund einen halben Dollar auf etwa 67,40 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem sich die Sorgen um Lieferengpässe in Nigeria etwas gelegt hatten.

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