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27.12.2011

07:37 Uhr

Asiatische Aktienmärkte

Schwacher Handel in Tokio

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag bei geringen Umsätzen nach den Weihnachtstagen Verluste verbucht. Impulse erhoffen sich die Anleger von US-Konjunkturdaten.

Eine Börsenanzeigentafel in Tokio. Reuters

Eine Börsenanzeigentafel in Tokio.

TokioDen Investoren fehlten Impulse, da am Tag zuvor weltweit viele Handelsplätze geschlossen waren. Es gebe nicht viele Nachrichten, die den Handel beeinflussten, sagte Analyst Toshiyuki Kanayama von Monex. Schon am Montag hatten die Umsätze in Tokio ein Jahrestief erreicht. Hinweise auf die wichtige US-Konjunktur erhoffen sich Anleger nun von Zahlen zum amerikanischen Immobilienmarkt und zum Verbrauchervertrauen. Beide Erhebungen werden am Dienstag veröffentlicht.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,46 Prozent im Minus bei 8440 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,3 Prozent auf 724 Punkte. Auch die Börsen in Taiwan, Korea, Shanghai und Singapur gaben nach. Die Aktienmärkte in Hongkong und Australien blieben weiter geschlossen.

„Wegen der Ferienstimmung bei amerikanischen und europäischen Akteuren gibt es keine Anreize, außer für Bereinigungen zum Jahresende“, sagte Hirokazu Yuihama von Daiwa Capital Markets. Sorgen über die europäische Schuldenkrise würden im nächsten Jahr aber schnell wieder auf der Bildfläche erscheinen.

Der Blick der Investoren richtete sich auf die USA, wo nach dem langen Weihnachtswochenende der Handel am Dienstag wieder startet. Zahlen von der Industrie und vom Arbeitsmarkt hatten bereits in der vergangenen Woche auf eine nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft hingedeutet. In den für Dienstag anstehenden Veröffentlichungen zur Entwicklung der Immobilienpreise im Oktober sowie zum Verbrauchervertrauen im Dezember werden Anleger nach weiteren positiven Konjunkturzeichen Ausschau halten. Nach Angaben des Einzelhandelsverbands hat das Weihnachtsgeschäft zwar voraussichtlich nicht im gleichen Maße zugelegt wie im letzten Jahr, ist aber besser gelaufen als zunächst erwartet.

Bei den Einzelwerten standen in Tokio Aktien des Energiekonzerns Tokyo Electric Power im Fokus des Interesses der Anleger. In einer Untersuchung wurde dem Betreiber des Katastrophenkraftwerkes Fukushima vorgeworfen, sich unzureichend auf Unglücke wie das Erdbeben im März vorbereitet zu haben. Zudem habe es dem Personal an Fachwissen gefehlt. Die Tepco-Aktie sank um 0,9 Prozent.

Aktien von Sony gaben um 0,5 Prozent nach. Der Elektronikkonzern hatte bekanntgegeben, sich aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit Samsung zur Herstellung von LCD-Fernsehern zurückzuziehen. Samsung-Papiere lagen dagegen knapp 0,7 Prozent im Plus.

Von

rtr

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