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17.01.2007

08:15 Uhr

Asiatischer Aktienhandel

Börse Tokio legt nach Verlusten wieder zu

Die Aktienbörsen in Fernost haben am Mittwoch überwiegend zugelegt. Viele Investoren gingen nach Angaben von Händlern inzwischen nicht mehr von einer unmittelbar bevorstehenden Zinsanhebung in Japan aus. Dies half den dortigen Immobilien-Werten. Zudem profitierten Aktien exportorientierter Firmen wie Nikon von dem weiter schwachen Yen.

HB TOKIO. Die Börse in Tokio hat am Mittwoch nach vorübergehenden Verlusten positiv geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte legte um 58,89 Punkte oder 0,34 Prozent auf 17 261,35 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix schloss bei 1 706,76 Punkten. Dies waren 3,22 Punkte oder 0,19 Prozent mehr als am Vortag.

Zu den Verlieren gehörten Banken-Titel und bestimmte Technologie-Titel wie Tokyo Electron, die unter dem trüben Ausblick des US-Chipherstellers Intel litten. Die Preise für Rohöl notierten weiterhin auf niedrigem Niveau. Der Euro zeigte sich zum Dollar kaum verändert.

Die Märkte in Taiwan, Hongkong und Singapur notierten ebenfalls freundlich. Der Kospi in Seoul verlor 0,7 Prozent. Immobilienwerte wie Mitsubishi Estate profitierten von der schwindenden Erwartung einer kurz bevor stehenden Zinssenkung in Japan. Die Titel kletterten 2,9 Prozent. Bei Banken-Aktien zeigte sich zum Teil das entgegengesetzte Bild. Titel wie Mizuho Financial gaben 0,2 Prozent nach.

Der Markt in Südkorea wurde belastet von Kursverlusten bei LG.Philips LCD. Der Flachbildschirm-Hersteller hatte am Dienstag nach Börsenschluss einen Verlust ausgewiesen und vor weiterem Preisdruck in der Branche gewarnt. Die Papiere gaben am Mittwoch 4,1 Prozent nach.

Der Yen fiel zum Dollar auf ein 13-Monats-Tief. Dies war ebenfalls eine Auswirkung der Zins-Spekulationen. Bislang war allgemein war erwartet worden, dass die japanische Notenbank bei ihrer bis Donnerstag angesetzten Sitzung die Zinsen um 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent anheben werde. Medienberichten vom Dienstag zufolge will die Notenbank jedoch insbesondere die Entwicklung bei den Verbraucherpreisen zunächst noch weiter beobachten.

Der Dollar wurde am Mittag mit 120,82-87 Yen gehandelt. Am Vortag notierte er bei 120,32-35 Yen. Der Euro kostete 1,2923-28 Dollar. Am Dienstag wurde er mit 1,2963-66 Dollar gehandelt.

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