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29.01.2007

08:34 Uhr

Asiatischer Aktienhandel

Tokios Börse schließt fester

Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag in Erwartung der Quartalsbilanzen japanischer Unternehmen fester geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte notierte zum Handelsende einen Aufschlag von 48,53 Punkten oder 0,28 Prozent bei 17 470,46 Punkten.

HB TOKIO. Der breit gefasste Topix ging mit einem Plus von 5,57 Punkten oder 0,32 Prozent bei 1 733,59 Zählern aus dem Markt. An diesem Dienstag gibt unter anderem der Elektronikkonzern Sony seine Zahlen für das dritte Quartal des bis 31. März laufenden Geschäftsjahres bekannt.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar zur Mittagszeit fester mit 121,75-77 Yen nach 121,53-55 Yen am späten Freitag. Der Euro lag leichter bei 1,2901-06 Dollar nach 1,2930-32 Dollar am späten Freitag. Zum Yen tendierte der Euro ebenfalls leichter bei 157,07-12 Yen nach 157,14-18 Yen am späten Freitag.

Händler sprachen von einer spürbaren Zurückhaltung vieler Akteure, die zunächst neue Konjunkturdaten am Dienstag und weitere Quartalsergebnisse der Unternehmen abwarten wollten. Unter anderem berichten im Wochenverlauf Sony, Nippon Steel, Honda und Nissan. Favorisiert worden seien Aktien aus dem Stahlsektor angesichts von Berichten über einen Zusammenschluss von JFE Holdings mit der südkoreanischen Hyundai Steel. JFE gewannen 1,6%, nachdem sie zwischenzeitlich ein Rekordhoch erreicht hatten.

Bankenwerte standen dagegen auf der Verliererseite. MUFG verloren 2%. Nomura Research profitierten von guten Geschäftszahlen und gewannen 7,3%. Zu den Tagessiegern gehörten Papiere aus dem Versorgerbereich angesichts ihrer hohen Dividendenrenditen.

Tokyo Electric gewann 2,5% und Chubu Electric 4,5%. Sollten die Ergebnisse wichtiger Unternehmen aus dem Technologiesegment erst einmal bekannt sein, dürfte die Nachfrage nach den eher defensiv eingestuften Versorgerwerten wieder abebben, hieß es zu den deutlichen Aufschlägen relativierend.

Advantest legten um 0,3% zu, nachdem das Papier acht Tage lang unter Abgabedruck gestanden hatte. Nach der Gewinnwarnung vom Freitag sei die Aktie nun reif für eine kleine Erholung gewesen, hieß es, zumal es Anzeichen gebe, dass sich die Auftragslage wieder erhole. Toshiba verloren 1,4%, belastet von einem Bericht, das Unternehmen werde möglicherweise den Bau einer Fabrik zur Herstellung von Flash Memory Chips verschieben wegen der sich verschlechternden Marktverhältnisse. Softbank schossen um 5,6% nach oben, getrieben von einer Hochstufung durch Credit Suisse auf „Outperform“ von „Underperform“ bei einer Verdopplung des Kursziels auf 3.110 von 1.340 Yen.

Seiko Epson zogen um 5,7% an. Hier hätten die guten Geschäftszahlen, die am Freitag publik gemacht worden seien, für Käufe gesorgt, sagten Beobachter. Sanyo Electric verloren dagegen 4% auf 191 JPY, nachdem das Unternehmen vier Fälle Feuer fangender Wäschetrockner gemeldet hatte. Toyama Chemical profitierten von wieder aufkommenden Ängsten vor der Vogelgrippe. Das Unternehmen hatte in der Vorwoche vom Start klinischer Studien eines Gegenmittels gegen einen Vogelgrippevirus berichtet. Am Berichtstag hatte das Agrarministerium vom Ausbruch des Virus auf einer Geflügelfarm in Okayama berichtet und damit bereits dem dritten Ausbruch in diesem Jahr in Japan.

Toyama Chemical verteuerten sich um 9,2%. Seiyu schossen um 13% nach oben mit Hoffnungen auf eine Neuordnung im Einzelhandelssektor, nachdem Wal-Mart mögliche weitere Akquisitionen in Japan zum Thema gemacht hatte.

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