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10.08.2015

09:09 Uhr

Asien-Börsen

Börse Tokio trotzt schlechter Konjunktur

Trotz schwacher Konjunkturdaten aus China haben die asiatischen Börsen zum Wochenanfang Gewinne verbucht. Die Anleger setzen auf Hilfen der chinesischen Regierung. Mehr Sorgen bereitet ihnen die drohende US-Zinswende.

Vor einer elektronischen Anzeigetafel in Tokio. ap

Aktienkurse in Tokio

Vor einer elektronischen Anzeigetafel in Tokio.

Tokio/SchanghaiDer Aktienhandel in Fernost hat sich zum Wochenauftakt trotz schwacher Konjunkturdaten aus China positiv entwickelt. Die Börse in Shanghai notierte am Montag gut fünf Prozent im Plus, während der Tokioter Leitindex Nikkei mit Gewinnen von 0,4 Prozent schloss. Die Anleger ließen sich nicht von Chinas enttäuschenden Wirtschaftszahlen beirren. Vielmehr setzten sie gerade in der Volksrepublik selbst darauf, dass die dortige Zentralbank nun stärker zu einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik tendiert. Zuletzt waren die chinesischen Börsen abgestürzt, auch weil sich Anleger zunehmend Sorgen um den Zustand der Wirtschaft machten.

Der Nikkei in Tokio ging auf einem Stand von 20.808 Punkten aus dem Handel. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte 0,4 Prozent zu.

Die Aktienmärkte verzeichneten die Gewinne, obwohl die Ausfuhren des Export-Weltmeisters China im Juli deutlicher einbrachen als von Ökonomen erwartet. Zudem fielen die Erzeugerpreise deutlich.

Stärker schlugen die schwachen Konjunkturdaten aus China auf den japanischen Aktienhandel durch. Anleger trennten sich von Anteilen an Firmen, die viel Geschäft mit der Volksrepublik machen. Darunter waren vor allem Stahlproduzenten wie JFE Holdings, deren Papiere 3,4 Prozent nachgaben.

Das japanische Aktiengeschäft erhielt zudem einen Dämpfer durch die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bereits im September mit ihren Zinsanhebungen beginnen könnte. Auslöser war der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung. Demnach stieg die Zahl der neuen Stellen im Juli kräftig.

In China ließen dagegen Fusionsgerüchte Hoffnungen aufkeimen, dass in der zentralen Reederei- und Schifffahrtsbranche künftig mehr Geld zu machen ist. Der Handel mit Aktien von Unternehmen wie China Cosco Holdings, China Shipping Development und China Shipping Container Lines wurde wegen bevorstehender Ankündigungen vom Handel ausgesetzt.

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