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07.04.2011

06:19 Uhr

Asien-Börsen

Nikkei greift gute Wall-Street-Vorlage auf

Die Anleger bleiben vorsichtig. Tepco-Aktien konnten aber ihre Talfahrt stoppen. Die Bank of Japan stützt die Banken in der Krisenregion mit Millliardenkrediten.

Die Börse in Tokio startet mit einem Plus in den Handel. Quelle: dapd

Die Börse in Tokio startet mit einem Plus in den Handel.

Tokio/HongkongIn Tokio sind Anleger nach zwei Handelstagen mit Verlusten wieder eingestiegen.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte legte am Donnerstag im späten Handel um 0,2 Prozent auf 9.623 Punkte zu und reduzierte damit etwas sein Plus aus dem frühen Handel. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,7 Prozent auf 846 Zähler.

Händler sprachen zunächst von einer größtenteils technisch bedingten Erholung. „Viele Marktteilnehmer wollen ihre Positionen so neutral wie möglich halten, weil es viele Unsicherheiten gibt“, sagte Aktienstratege Takashi Ohba von Okasan Securities. Der Markt stelle sich darauf ein, dass die Probleme nach der Atomkatastrophe noch lange Zeit dauern dürften. „Außerdem sind die Leute unsicher, was die Produktionsausfälle angeht“, sagte Ohba.

Milliarden-Spritze für Krisen-Banken

Für gute Stimmung sorgte dann im späten Handel die japanische Zentralbank: Sie greift den Banken in der Katastrophenregion mit Milliarden-Krediten unter die Arme. Zum Abschluss zweitägiger Beratungen beschloss der Zentralbankrat am Donnerstag ein Kreditprogramm von einer Billion Yen (8,2 Milliarden Euro). Zugleich wurde der Leitzins unverändert bei nahe Null belassen.

Die Aktien des Betreibers des havarierten Kernkraftwerks erholten sich. Der Tepco-Kurs stieg um bis zu 5,3 Prozent, nachdem er am Mittwoch noch ein Rekordtief markiert hatte.

Die Titel des Speicherchipherstellers Elpida Memory legten 5,6 Prozent zu. Das Unternehmen hat nach eigener Auskunft einen Chip für Smartphones entwickelt und macht damit dem koreanischen Elektronikriesen Samsung Konkurrenz.

In Hongkong tendierte der Hang-Seng-Index unverändert. Die Vorgabe von der Wall Street war positiv gewesen. Gewinne bei Technologiewerten und Bankaktien hatten den Dow-Jones-Index am Mittwoch auf ein Jahreshoch gehievt. Auf fruchtbaren Boden fiel besonders die Ankündigung von Cisco-Chef John Chambers, verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen zu wollen. Zudem hatte der Präsident der Federal Reserve Bank von Atlanta angekündigt, dass die US-Notenbank ihr milliardenschweres Anleihenkaufprogramm wie geplant Ende Juni und nicht schon früher beenden werde. Damit würden die Märkte unverändert mit frischem Geld versorgt und dies dürfte die Aktienkurse weiter stützen, meinten Börsianer. Derweil hat das hochverschuldete EU-Mitglied Portugal nun doch bei der Europäischen Union Finanzhilfe beantragt. Da die Marktteilnehmer damit gerechnet hätten, habe der Markt kaum auf diese Nachricht reagiert, sagten Börsianer.
Der Dow gewann 0,27 Prozent auf 12.426 Punkte und schloss damit auf dem höchsten Stand seit Juni 2008. Für den S&P-500-Index ging es am Mittwoch um 0,22 Prozent auf 1.3354 Punkte nach oben. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Composite Index um 0,31 Prozent auf 2.799 Punkte. Der Nasdaq 100 legte um 0,19 Prozent zu auf 2.332 Punkte.

Der Dollar wurde heute im asiatischen Handel fester mit 85,45-50 Yen gehandelt nach 85,03-05 Yen am späten Vortag. Der Euro notierte zum Yen fester mit 122,40-41 Yen nach 121,58-62 Yen am späten Vortag. Zum Dollar lag er bei 1,4325-30 Dollar.

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