Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2010

07:57 Uhr

Asien-Börsen

Nikkei im Plus - Chinas Geldpolitik im Blick

Die Börsen in Asien haben am Dienstag überwiegend im Plus notiert. Spekulationen über eine Straffung der Geldpolitik Chinas begrenzten jedoch die Zugewinne. Der Dollar profitierte zwischenzeitlich von Äußerungen eines chinesischen Staatsfondsvertreters.

rtr TOKIO. In Tokio der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 0,8 Prozent fester bei 10 879 Punkten und damit dem höchsten Stand seit 15 Monaten. Händler nannten Rekordimporte und stärker als erwartet ausgefallene Exporte in China als Grund. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,4 Prozent auf 954 Zähler zu.

Auch die Märkte in Shanghai, Hongkong und Südkorea verzeichneten Gewinne.

Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Werte außerhalb Japans fiel dagegen 0,3 Prozent, der Thomson-Reuters-Index asiatischer Aktien lag 0,6 Prozent im Minus. Auch die Börse in Taiwan verzeichnete Verluste.

Investoren sorgten sich über eine Straffung der chinesischen Geldpolitik. Die Zentralbank hob die Zinsen für Ein-Jahres-Anleihen stärker als erwartet um 8,29 Basispunkte an und entzog dem Geldmarkt 200 Mrd. Yuan (rund 20 Mrd. Euro) an Liquidität. Experten erwarten, dass die Zentralbank die Leitzinsen erhöhen könnte.

Aktien von Aluminium Corp of China (Chalco) fielen um 1,7 Prozent. Sie reagierten damit auf enttäuschende Quartalszahlen des US-Konkurrenten Alcoa. In Tokio brachen Aktien der finanziell angeschlagenen Luftfahrtgesellschaft Japan Airlines ein. Sie verloren angesichts der zunehmenden Spekulationen über eine Insolvenz um fast 45 Prozent.

Rohstoff-Aktien wie die der Sumitomo Metal Mining Co zogen dagegen dank des gestiegenen Goldpreises an. Die Anteilscheine legten 0,6 Prozent zu.

Die Vorgaben der Wall Street waren uneinheitlich. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 10 663 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,2 Prozent auf 1146 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab hingegen 0,2 Prozent auf 2312 Punkte nach.

Der Dollar zog nach Äußerungen eines Vertreters eines chinesischen Staatsfonds zunächst an, musste die Gewinne jedoch schon bald wieder abgeben. Der Fondsvertreter hatte erklärt, der Dollar habe seinen Tiefpunkt erreicht, dies jedoch später als persönliche Meinung qualifiziert. Zum Euro notierte die US-Währung bei 1,4512 Dollar. Ein Dollar wurde mit 92,18 Yen gehandelt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×