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03.02.2011

02:58 Uhr

Asien-Börsen

Unruhen in Ägypten belasten

Lange haben die asiatischen Märkte die Unruhen in Kairo ignoriert. Aber die neuerlichen Gewaltausbrüche machten Anleger nun skeptisch.

Skepsis beherrscht die Börse in Tokio. Quelle: DAPD

Skepsis beherrscht die Börse in Tokio.

HB TOKIO/HONGKONG. Belastet von den Unruhen in Ägypten hat die Tokioter Börse am Donnerstag Verluste eingefahren. Investoren verkauften Aktien und flüchteten in Anlagen, die allgemein als sicherer Hafen gelten, wie Händler erklärten. Wegen des chinesischen Neujahrsfests blieben die meisten anderen Aktienmärkte in Asien geschlossen. In Australien tendierte die Börse trotz des Wirbelsturms „Yasi“ leicht im Plus, da steigende Metallpreise die Aktienkurse von Bergbaukonzernen beflügelten. Bei den Devisen zeigte sich der Euro vor der EZB-Zinsentscheidung robust.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index knapp 0,3 Prozent schwächer bei 10.431 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 0,2 Prozent auf 927 Zähler. Die Börse in Australien legte dagegen 0,5 Prozent zu. Die Märkte in China, Taiwan, Korea und Singapur blieben wegen des chinesischen Neujahrfests geschlossen. Die Volksrepublik begrüßt derzeit das „Jahr des Hasen“.

Bei den japanischen Einzelwerten fielen die Dividendenpapiere von Panasonic um mehr als drei Prozent. Der Elektronikriese ließ im harten Wettbewerb Federn. Wegen des Preiskampfes und der starken Landeswährung Yen ging der Betriebsgewinn im abgelaufenen dritten Quartal um 5,6 Prozent auf 95,4 Milliarden Yen (umgerechnet 848 Millionen Euro) zurück.

In Australien legten die Aktien des Bergbaugiganten BHP um mehr als ein Prozent zu, weil der Kupferpreis weiter anzog und nahe der Marke von 10.000 Dollar je Tonne tendierte.

Die US-Börsen hatten sich am Mittwoch kaum vom Fleck bewegt. Nach dem Höhenflug vom Vortag schafften es auch überraschend starke Zahlen vom Arbeitsmarkt nicht, die Anleger zu großen Engagements zu bewegen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verteidigte seinen höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren und notierte mit 12.041 Punkten.

Bei den Devisen konnte sich der Euro im fernöstlichen Handel behaupten: Vor der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) tendierte die europäische Einheitswährung bei 1,3796 Dollar nach 1,3803 Dollar im späten US-Handel. Experten gehen nicht davon aus, dass die EZB den Leitzins erhöhen wird. Zum Yen notierte die US-Währung zuletzt mit 81,61 Yen nach 81,55 Yen im späten US-Geschäft.

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