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04.04.2011

07:00 Uhr

Asien-Börsen

Wochenstart im Plus

Die Börsenergebnisse der Wall Street gaben einen positiven Ausklang zum Ende der letzten Woche. Nun finden sie ein Echo in Tokio.

Ein Mann vor einer Börsentafel in Tokio. Quelle: Reuters

Ein Mann vor einer Börsentafel in Tokio.

Tokio/HongkongDie Börsen in Asien verbuchen dank der positiven US-Vorgaben Gewinne.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte legte am Montag im späten Handel um 0,4 Prozent auf 9.753 Punkte zu und reduzierte damit etwas seine Gewinne vom Handelsauftakt, als es um rund ein Prozent nach oben gegangen war. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte um 0,5 Prozent auf 866 Zähler. Der Nikkei erreichte auch dank des erneut schwächer tendierenden Yen das höchste Niveau seit dem Tsunmai im vergangenen Monat.
Auch an den anderen asiatischen Börsen war die Tendenz freundlich. So legte in Hongkong der der Hang-Seng-Index um ein Prozent auf 24.061 Punkte zu.

Die Wall Street hatte am Freitag wegen des leichten Rückgangs der Arbeitslosigkeit in den USA mit einem Plus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,5 Prozent auf 12.376 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte ebenfalls 0,5 Prozent zu und schloss bei 1.332 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 2.789 Punkte.

In Tokio legten Canon-Aktien legten um 1,1 Prozent zu, Inpex gewannen 0,8 Prozent, weil die Ölpreise den dritten Tag in Folge stiegen. Mitsubishi Estate verloren 17, Prozent nach einer Herunterstufung des gesamten japanischen Immobiliensektors durch die Analysten der Credit Suisse.

Stimmung in Japans Wirtschaft wird schlechter

Die Stimmung in Japans Wirtschaft hat sich nach dem schweren Erdbeben und dem verheerenden Tsunami erheblich eingetrübt. Die Unternehmen erwarten einer Umfrage der japanischen Notenbank zufolge, dass sich in den kommenden drei Monaten die Bedingungen deutlich verschlechtern. Die Bank of Japan veröffentlichte am Montag einen neuen Tankan-Bericht, der nun auch Referenzdaten für die Stimmungslage vor und nach dem Beben am 11. März aufweist. Danach klettert für März der Tankan-Index nach der Katastrophe auf sechs Punkte von fünf im Dezember - das ist derselbe Wert wie in der am Freitag veröffentlichten vierteljährlichen Umfrage vor dem Beben. Doch für Juni fällt der Index nach der Katastrophe nun auf minus zwei Punkte, während er davor bei plus zwei Punkten gelegen hatte.

Das deutet auf eine wachsenden Pessimismus der Wirtschaft hin, die vor dem Beben noch im Aufwind war.

Die Daten sind die ersten, die darauf schließen lassen, wie sich Erdbeben, Tsunami und AKW-Katastrophe auf die Stimmung in der Wirtschaft auswirken. Allerdings warnte die Notenbank davor, sie zu überinterpretieren: Nur knapp ein Viertel der Unternehmen wurden auch nach der Katastrophe befragt.

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