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28.01.2010

08:20 Uhr

Asienbörsen

Wieder aufwärts nach neun Tagen Talfahrt

Mildere Töne von US-Präsident Barack Obama zur Regulierung der Finanzmärkte und eine größere Zuversicht der Notenbank Fed haben den asiatischen Börsen zu Gewinnen verholfen.

HB TOKIO/HONGKONG. Die Indizes erholten sich am Donnerstag von einer neuntägigen Talfahrt, nachdem Obama die Bankenbranche in seiner Rede zur Lage der Nation nicht mit der Ankündigung weiterer Auflagen piesackte. Die Fed erklärte, dass die Stärke des Aufschwungs zugenommen und sich die Lage am US-Arbeitsmarkt nicht weiter verschlechtert habe. Ihre Nullzinspolitik setzte die Notenbank bis auf weiteres fort.

In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,6 Prozent auf 10.414 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,7 Prozent im Plus bei 914 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten fester. In Südkorea gab unter anderem Hyundai dem Kospi-Index Auftrieb. Der weltweit viertgrößte Autobauer verbuchte im vierten Quartal einen Rekordgewinn. Hyundai-Aktien stiegen um mehr als vier Prozent.

Zu den Gewinnern in Tokio gehörten die Papiere des japanischen Elektronikkonzerns Canon. Der Kamera-Hersteller rechnet angesichts reger Verkäufe von Digitalkameras und Einsparungen in Milliardenhöhe 2010 mit dem ersten Gewinnwachstum seit drei Jahren. Die Aktie legte 1,8 Prozent zu.

Der Autobauer Honda und Canon-Konkurrent Sony profitierten von Berichten der Zeitung "Nikkei". Demnach sei bei Sony im dritten Quartal mit einem operativen Gewinn von 1,1 Milliarden Dollar zu rechnen. Die Aktie legte fast fünf Prozent zu. Bei Honda soll der operative Gewinn im gleichen Zeitraum in etwa doppelt so hoch ausgefallen sein wie im vorangegangenen Quartal. Die Papiere der Autobauers gewannen 3,3 Prozent.

Federn lassen mussten dagegen die Anteilsscheine von Toyota. Der Autobauer will Millionen Fahrzeuge zurückrufen. Die Aktien des weltgrößten Autokonzerns fielen um fast vier Prozent. Auch die Papiere von Nippon Steel gerieten unter die Räder und verloren 3,8 Prozent. Der Stahlgigant halbierte wegen einer schwächelnden Nachfrage und des Preisverfalls bei Baustahl seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr.

Die Einschätzung der Fed zur Konjunkturlage in den USA verhalf dem Dollar im frühen Fernost-Handel gegenüber dem Euro zu einem Sechs-Monats-Hoch. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel unter 1,3940 Dollar, erholte sich aber wieder auf 1,4016 Dollar, was in etwa dem New Yorker Schlusskurs von 1,4019 Dollar entsprach. Zum Yen wurde der Dollar mit 90,17 Yen gehandelt nach einem New Yorker Schlusskurs von 90,00 Yen.

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