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04.01.2016

07:55 Uhr

Asiens Börsen brechen ein

Ein rabenschwarzer Jahresstart

Mit einem turbulenten ersten Handelstag sind Asiens Börsen ins neue Jahr gestartet. In China wurde der Aktienhandel sogar vorzeitig beendet. Auslöser der Kurseinbrüche waren schwache Daten zur chinesischen Industrie.

Chinesische Börse bricht ein

Erster Handelstag in Shanghai wird vorzeitig beendet

Chinesische Börse bricht ein: Erster Handelstag in Shanghai wird vorzeitig beendet

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Schlechter kann eine Vorlage aus Asien für den Dax kaum ausfallen: Sämtliche Börsen der Region sind mit großen Verlusten ins neue Jahr gestartet. Auslöser der Kurseinbrüche waren am Montag schwache Daten zur chinesischen Industrie, die Sorgen um die Entwicklung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft schürten. In China wurde der Aktienhandel vorzeitig beendet, nachdem das Kursminus des Leitindex CSI300 sieben Prozent erreichte. Der automatische Stoppmechanismus wurde damit gleich an dem Tag aktiviert, an dem er in Kraft trat.

Nach der Berg- und Talfahrt im vergangenen Jahr hatten Chinas Aufsichtsbehörden den Schutzmechanismus eingeführt. Bei Schwankungen um mehr als fünf Prozent wird der Handel für 15 Minuten ausgesetzt, während bei mehr als sieben Prozent eine Schließung für den Rest des Tages verfügt wird. So folgte am Montag auf die erste 15-minütige Unterbrechung die völlig Aussetzung, als die Kurse weiter nachgaben.

Für negative Stimmung sorgte insbesondere die chinesische Industrieproduktion. Sie schrumpfte im Dezember den zehnten Monat in Folge, wie eine Umfrage des Markit-Instituts und des Medienhauses Caixin ergab. Eine Rolle spielte ferner der bevorstehende Ablauf eines Aktien-Verkaufsverbots für Großaktionäre, das im Zuge von Chinas Börsencrashs im Sommer eingeführt wurde. Viele Anleger trennten sich von ihren Papieren, weil sie davon ausgingen, dass die Großinvestoren dies nach Fristende ebenfalls tun.

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Auch an anderen asiatischen Börsen ging es steil bergab. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte brach am Montag um 582,73 Punkte oder 3,06 Prozent auf 18.450,98 Zähler ein. Damit sackte der Nikkei auf den tiefsten Stand seit fast zehn Wochen. Der breit gefasste Topix büßte um 37,63 Punkte oder 2,43 Prozent auf den Stand von 1509,67 Zählern ein. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans verlor 2,5 Prozent.

An den fernöstlichen Devisenmärkten wurde der Euro fester mit 1,0895 Dollar gehandelt. Auch zur japanischen Währung gab der Dollar nach und notierte mit 119,45 Yen. Er lag damit zum ersten Mal seit Ende Oktober unter 120 Yen.

Die politischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran trieben am Ölmarkt die Preise hoch. Öl der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 37,93 Dollar je Fass.

Vergangenen Mittwoch hatte der Dax das Börsenjahr 2015 mit einem Abschlag von 1,1 Prozent auf 10.743 Zählern beendet. Auf Jahressicht gewann er knapp zehn Prozent. An der Wall Street entwickelten sich die Indizes auf Jahressicht unterschiedlich: Der Dow Jones gab 2,2 Prozent nach, der Nasdaq-Composite rückte dagegen um 5,7 Prozent vor. Der S&P schloss das Jahr mit einem Minus von 0,7 Prozent ab.

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