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25.06.2013

12:12 Uhr

Asiens Börsen

Der Druck lässt nicht nach

Die Angst vor einer Finanzkrise in China hält an und lastet auf den Börsen in Fernost. Anleger befürchten schwere Folgen für die Konjunktur. Chinas Leitindex hat in fünf Tagen mehr als zehn Prozent eingebüßt.

Aktienhändler in China. Die Talfahrt an den Börsen geht weiter. Reuters, Sascha Rheker

Aktienhändler in China. Die Talfahrt an den Börsen geht weiter.

Tokio/HongkongDie Furcht vor einer Kreditklemme und einem Wirtschaftseinbruch in China hat die asiatischen Aktienmärkte auch am Dienstag unter Druck gesetzt. Besonders nervös waren die Anleger in China selbst, wo die Kurse weiter einbrachen. Nachdem die chinesische Notenbank Sorgen vor einer Kreditklemme in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft dämpfte, erholten sich die Kurse zum Teil wieder etwas. Der Stoxx Asia/Pacific 600, der die 600 größten Unternehmen der Börsen in Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur enthält, gab zuletzt noch 0,82 Prozent auf 126,76 Punkte nach.

Die aktuellen Liquiditätsrisiken seien kontrollierbar, versicherte ein Vertreter der People's Bank of China auf einer Pressekonferenz in Shanghai. Der jüngste Anstieg der Geldmarktsätze - die Zinsen, zu denen sich Banken untereinander Geld leihen - sei nur vorübergehend.

Die schwärzesten Börsentage seit 1987

Vor 1987

Beim größten Crash der Nachkriegszeit am 19. Oktober 1987 - als Spekulationen auf Zinserhöhungen den Dow-Jones-Index um 23 Prozent einbrechen ließen - hatte es den Dax noch nicht gegeben. Der deutsche Index, in dem die 30 börsennotierten Top-Unternehmen abgebildet sind, wurde erst am 1. Juli 1988 eingeführt. Auf Dax-Basis zurückberechnet hatten sich die Verluste an diesem Tag in Frankfurt aber auf gut neun Prozent belaufen.

16. Oktober 1989

Der Dax fällt um rund 13 Prozent und folgt damit der Wall Street, wo Finanzierungs-Schwierigkeiten beim Kauf der US-Fluggesellschaft UAL einen Ausverkauf auslösten.

19. August 1991

In Reaktion auf den später gescheiterten Putsch gegen den damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow verliert der Dax gut neun Prozent.

28. Oktober 1997

Im Sog der Asienkrise verliert der Dax im Handelsverlauf bis zu 13 Prozent und schließt mit 3.567 Punkten acht Prozent niedriger.

1. Oktober 1998

Die Angst vor einem Flächenbrand im Bankenwesen nach der Schieflage eines Hedgefonds in den USA und einer Eskalation der Krisen in Asien, Japan, Lateinamerika und Russland drücken den Dax um acht Prozent ins Minus.

11. September 2001

Nach den Terroranschlägen in den USA fällt der Dax um neun Prozent.

5. August 2002 und 3. September 2002

US-Rezessionsängste drücken den Dax um 5,7 beziehungsweise 5,8 Prozent in die Tiefe. Darüber hinaus sorgt die Unsicherheit über die Lage im Irak für Aktienverkäufe.

24. März 2003

Wenige Tage nach Beginn des Irak-Krieges wachsen die Zweifel an den Finanzmärkten. Viele Anleger fürchten, der Krieg könnte sehr viel länger als von den USA erwartet dauern. Der Dax stürzt um 6,1 Prozent ab.

21. Januar 2008

Angst vor einer Rezession in den USA drückt den Dax um sieben Prozent auf 6.790 Punkte ins Minus.

15. September 2008

Die Pleite von Lehman drückt den Dax um moderate 2,7 Prozent.

06. Oktober 2008

Für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate muss binnen einer Woche ein zweites Rettungspaket geschnürt werden. Der Dax verliert sieben Prozent.

08. Oktober 2008

Im Sog der Finanzkrise stürzt der Nikkei -Index um über neun Prozent ab. Der Dax verliert bis zu neun Prozent. Nach einer konzertierten Zinssenkungsrunde der großen Notenbanken erholen sich die Kurse nur leicht. Der Dax schließt mit einem Minus von sechs Prozent.

10. Oktober 2008

Rezessionsängste angesichts der Finanzkrise drücken den Nikkei-Index um zehn Prozent. Der Dax verliert ebenfalls sieben Prozent.

24. Oktober 2008

Ein erneuter Absturz der Tokioter Börse drückt den Dax in der Spitze um über elf Prozent.

01. Dezember 2008

Konjunktursorgen lassen den Dax um rund sechs Prozent fallen.

15. März 2011

Vier Tage nach der Erdbebenkatastrophe flüchten die Anleger weltweit aus den Aktienmärkten. Die Kernschmelzen in Fukushima erschüttern das Vertrauen zusätzlich: Der Nikkei-Index schließt 10,6 Prozent im Minus, der Dax verliert zeitweise 5,6 Prozent.

8. August 2011

Die USA verlieren am Wochenende bei der Ratingagentur Standard & Poor's ihre Bestnote als Kreditnehmer. Obwohl dies keine Überraschung ist, reagieren die Anleger mit Aktienverkäufen in großem Stil. Als an der Wall Street der Dow-Jones-Index 3,4 Prozent abstürzt, beschleunigt der Dax seine Talfahrt und verliert bis zu 5,2 Prozent auf 5921 Punkte.

5. September 2011

Die Furcht der Anleger vor einer weltweiten Rezession und einer Ausweitung der Schuldenkrise in der Euro-Zone drückt den Dax um 5,3 Prozent ins Minus.

1. November 2011

Der Dax verliert rund fünf Prozent. Auslöser ist die überraschende Ankündigung einer Volksabstimmung in Griechenland über ein Rettungspaket.

29. Juni 2015

Das Scheitern der Gespräche zur Lösung der Schuldenkrise in Griechenland und die überraschende Ansetzung einer Volksabstimmung über die Forderungen der Gläubiger drückt den Dax gleich im frühen Handel um 4,6 Prozent auf 10.964,24 Punkte.

In Shanghai war der CSI 300 zuvor in der Spitze um knapp sieben Prozent abgesackt und auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen. Am Ende dämmte der CSI seine Verluste auf minus 0,27 Prozent auf 2165,42 Punkte ein. In den vergangenen fünf Tagen büßte der CSI-Index, der die größten 300 chinesischen Firmen erfasst, aber noch immer etwas mehr als zehn Prozent ein.

In Hongkong schaffte der Hang-Seng-Index nach einem schwachen Start sogar noch den Schwenk in die Gewinnzone. Nach einem Tagestief bei 19 426 Punkten stand zuletzt ein Plus von 0,21 Prozent auf 19 855,36 Punkte zu Buche.

An der Börse in Tokio beendete der Nikkei-Index für 225 führende Werte den Handel 93,44 Punkte oder 0,72 Prozent tiefer bei 12 969,34 Punkten. Der breiter gefasste Topix verlor 10,98 Punkte oder 1,01 Prozent auf 1 078,66 Zähler.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

25.06.2013, 21:38 Uhr

Was kann China schon passieren, es hat doch mehr USD im Keller als ganz Amerika....

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