Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.06.2013

11:55 Uhr

Athener Börse

Griechische Bank-Aktien brechen ein

Der griechische Bankensektor ist stark unter Druck geraten. Die Aktien der Branche fallen um mehr als acht Prozent. Die Turbulenzen wurden durch eine geplatzte Privatisierung ausgelöst.

Für den griechischen Aktienmarkt geht es weiter bergab. dpa

Für den griechischen Aktienmarkt geht es weiter bergab.

FrankfurtDer griechische Aktienmarkt hat am Dienstag seine Talfahrt fortgesetzt. Der Leitindex fiel um 2,5 Prozent auf 916,5 Zähler. Zu Wochenbeginn hatte die geplatzte Privatisierung des Gaskonzerns Depa für Unruhe gesorgt und den Aktienmarkt um fast fünf Prozent einbrechen lassen. Nun rückten auch Bankwerte wieder verstärkt in den Fokus. Der griechische Bankensektor rutschte um 8,4 Prozent ab.

Die Aktien der Alpha Bank notierten am ersten Handelstag der neu ausgegeben Aktien knapp 15 Prozent schwächer. Die Bank hatte über die Ausgabe neuer Anteilsscheine 457 Millionen Euro eingenommen, die Nachfrage war mehr als anderthalbfach so hoch gewesen wie das Angebot.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Die Aktien der Piraeus Bank wurden am Dienstag wieder normal gehandelt, nachdem sie wegen der Zusammenlegung von Aktien vorübergehend vom Handel ausgesetzt worden waren. Sie gaben um sieben Prozent auf 1,58 Euro nach. Zudem wurden erstmals die Bezugsrechte für eine geplante Kapitalerhöhung gehandelt. Der Preis für die Bezugsrechte fiel um knapp 85 Prozent auf sechs Cent. Die Zeichnungsfrist läuft bis 25. Juni. Piraeus will eine Finanzierungslücke von 7,3 Milliarden Euro schließen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×