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15.03.2004

10:13 Uhr

Auch einige Unternehmenszahlen erwartet

Wall Street wartet auf positive Signale

Im Blickpunkt der Anleger stehen in dieser Woche neben der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Dienstag vor allem die Arbeitsmarktzahlen, die am donnerstag zur Veröffentlichung anstehen. Auch die Furcht vor weiteren Terroranschlägen dürfte nicht spurlos am US-Börsengeschehen vorbei gehen. Große Sprünge an den Märkten erwarten Analysten dennoch nicht.

HB NEW YORK. Da die meisten Händler keine Zinsveränderung bis Ende des Jahres erwarten, richtet sich ihr Augenmerk auch auf den Ausblick der Fed vor allem zum Arbeitsmarkt sowie auf die Veröffentlichung weiterer Konjunkturdaten. Auch die nach den Anschlägen in Madrid gestiegene Furcht vor Attentaten könnte den Handel an der Wall Street dämpfen. In der kommenden Woche steht zudem die Veröffentlichung von Quartalszahlen einiger Unternehmen an.

„Was wirklich wichtig ist, das ist, wie der Offenmarktausschuss der US-Notenbank den Arbeitsmarkt in seiner Stellungnahme einschätzt“, sagte Jeff Kleintop von PNC Advisors. Jede Andeutung der Fed, der Stellenmangel könne ernster sein als bislang angenommen, könnte sich auf die Zinserwartungen der Anleger auswirken.

Anleger warteten Analysten zufolge auf Hinweise darauf, dass die US-Wirtschaft in den kommenden Monaten robust bleiben werde. „Wir warten weiterhin auf positive Wirtschaftsnachrichten, auf etwas, das die Arbeitsmarktdaten aufwiegt“, sagte Edgar Peters von PanAgora Asset Management. „Die Leute werden auf alles reagieren, was sie kriegen können.“ Zuletzt hatten enttäuschende Arbeitsmarktzahlen bei Händlern Zweifel an der Nachhaltigkeit der US-Konjunkturerholung ausgelöst. Von Unternehmensseite legen in dieser Woche unter anderem der Sportartikelherteller und Adidas-Konkurrent Nike, der Kurierdienst Fed-Ex und das Technologieunternehmen Adobe Systems Ergebnisse vor.

Die Furcht vor weiteren Anschlägen hielt Börsianern zufolge auch an der Wall Street an, zumal die spanische Regierung nicht mehr ausschloss, dass statt der baskischen Separatistengruppe ETA auch Moslemextremisten der El Kaida die Anschläge auf Pendlerzüge verübt haben könnten, bei denen 200 Menschen getötet wurden. Am Freitag hätten sich die Anleger aber wieder verstärkt auf die grundsätzlich positive Entwicklung von Unternehmensbilanzen und der Gesamtwirtschaft besonnen. So beendete der Dow-Jones-Index der Standardwerte den Handel in New York mit einem Plus von 1,1 % bei rund 10 240 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 1,25 % auf 1120 Zähler. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq legte gar um 2,1 % auf knapp 1985 Punkte zu.

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