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09.06.2014

13:03 Uhr

Aufwärtstrend

Italienische und spanische Bonds steigen weiter

Der Run auf italienische und spanische Bonds hält weiter an: Beide Papiere setzten ihren Aufwärtstrend den dritten Tag in Folge fort. Eine Äußerung eines EZB-Direktoriumsmitgliedes verlieh Peripherieanleihen Rückenwind.

Euromünzen und Schweißbrenner: Bonds aus der europäischen Peripherie setzen ihren positiven Trend fort, während Bundesanleihen sinken. dpa

Euromünzen und Schweißbrenner: Bonds aus der europäischen Peripherie setzen ihren positiven Trend fort, während Bundesanleihen sinken.

FrankfurtItalienische und spanische Staatsanleihen haben am Montag ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Hingegen bewegten sich Bundesanleihen um den Stand vom Freitag. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 1,35 Prozent marginal höher als am Vortag. Am Terminmarkt fiel der Bund-Future um vier Basispunkte auf 145,68 Prozent.

Die Renditen von zehnjährigen portugiesischen Papieren sanken mit 3,44% auf den tiefsten Stand seit 2006. Italienische Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit rentierten bei 2,72 Prozent vier Basispunkte niedriger. Entsprechende spanische Bonds verzeichneten einen Renditerückgang von vier Basispunkten auf 2,60 Prozent. Rückenwind erhielten Peripherieanleihen von einer Äußerung von EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Coeuré am Wochenende, dass die Zinsen im Euroraum niedrig bleiben werden.

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

„Wir beobachten weiterhin eine Anpassung des Marktes an die Maßnahmen der EZB”, sagt Peter Chatwell, Stratege für festverzinsliche Papiere bei Credit Agricole in London.

Die Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg um drei Basispunkte auf 2,61 Prozent. Dämpfend auf die Kurse der Treasuries wirkten die am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten, die eine weitere Verbesserung der Lage signalisierten. US-Unternehmen haben im Mai 217.000 neue Stellen geschaffen, nach einem Plus von 282.000 im April.

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