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27.07.2014

10:16 Uhr

Ausblick auf die US-Börsen

Starke Zahlen statt politischer Krise

Starke Zahlen statt politischer Krisen, so dürfte das Motto der Wall Street in der kommenden Woche lauten. Mit besonderer Spannung werden die US-Arbeitsmarktdaten erwartet, die Spekulation über eine Zinswende befeuern werden.

Statt politischer Krisen sollen in der kommenden Woche gute Bilanzen die Börsen beeinflussen, so hofft man auch in New York. Das Highlight der Woche wird am Freitag die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten werden. ap

Statt politischer Krisen sollen in der kommenden Woche gute Bilanzen die Börsen beeinflussen, so hofft man auch in New York. Das Highlight der Woche wird am Freitag die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten werden.

FrankfurtDie anhaltenden Kämpfe in der Ost-Ukraine und im Gaza-Streifen werden die Börsen in der neuen Woche Experten zufolge nicht nachhaltig belasten. Stattdessen rechnen Finanzmarkt-Experten wie Sarah Brylewski vom Brokerhauses Ayondo dank momentan guter US-Quartalszahlen mit einer positiven Entwicklung.

Bei den Konjunkturdaten steht das Highlight dabei am Freitag auf der Agenda: Die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten, von denen sich Börsianer Aufschluss darüber erhoffen, wann die US-Notenbank Fed erstmals die Zinsen wieder anheben wird. Von Reuters befragte Analysten rechnen für Juli mit 230.000 (Vormonat: 288.000) neuen Jobs außerhalb der Landwirtschaft. Am Mittwoch legt die private Arbeitsagentur ADP ihre Statistik vor. Hier prognostizieren Experten den Aufbau von 241.000 (281.000) Stellen.

Was Kunden, Banker und Regierung tun sollten

Handlungsempfehlung für Kunden

Was müssen Privatkunden beachten, damit sie sich für das richtige das richtige Finanzprodukt abschliessen? Elf Vorschläge von Julius Reiter, Professor für Banking & Finance an der FOM-Hochschule für Oekonomie und Management und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in der Kanzlei Baum Reiter & Collegen in Düsseldorf.

Verbesserung des Finanzproduktverständnisses

Kunden müssen alle Konsequenzen im Rahmen eines Finanzgeschäfts beurteilen können. Ist dies nicht gegeben, sollten sie auf den Vertragsabschluss verzichten.

Überprüfung der Vertragsdetails

Kunden profitieren bei der Auswahl des geeigneten Finanzprodukts von einer kritischen Prüfung des Vertragswerks. Kunden gewinnen langfristig, wenn sie neben den Chancen und Risiken auch die Gebührenstruktur eines Finanzprodukts kritisch beim Erwerb hinterfragen.

Umgang mit persönlichen Daten

Kunden sollten kritisch hinterfragen, welche Informationen sie dem Finanzberater preisgeben. Weiterhin sollten sie den Umgang mit ihren persönlichen Daten, insbesondere im Internet, restriktiv handhaben. Öffentlich zugängliche personenbezogene Daten können von der Finanzbranche strategisch und in der Beratung verkaufspsychologisch genutzt werden.

Handlungsempfehlung für Banken

Banken sollten für eine erfolgreiches wirtschaften folgende Ratschläge beachten.

Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinen sind im Kaufentscheidungsprozess für Bankkunden eine wichtige Informationsquelle. Eine Suchmaschinenoptimierung erscheint erforderlich, um Kunden entsprechende Informationen zur Verfügung stellen zu können.

Abstimmung des Filial- und Internetangebots

Banken profitieren von einem auf das Kundenbedürfnis ausgerichteten Angebot im Internet. Die Optimierung des Vertriebsweges Internet bei gleichzeitiger Abstimmung mit lokalen Angeboten erscheint sinnvoll.

Optimierung der Vergütungsstruktur

Die Gruppe der Selbstentscheider und der Online-Käufer wächst. 25% der Kunden lassen sich in Banken und bei Finanzdienstleistern beraten, kaufen aber die Finanzprodukte im Anschluss online. Dies steht im Zusammenhang mit gestörtem Vertrauen in die Unabhängigkeit und Kompetenz der Finanzberatung. Entlohnungssysteme im Rahmen der Beratung sollten überprüft und die Qualität der Beratung gegenüber den Kunden deutlicher herausgestellt werden.

Handlungsempfehlung für Gesetzgeber

Juristen sollten die sich nachfolgenden Tipps zu Herzen nehmen.

Reduzierung Vertragskomplexität bei Finanzprodukten

Die Transparenz bei Finanzprodukten ist nicht gegeben. Die Komplexität sollte reduziert und die Transparenz, insbesondere in Bezug auf Kosten und Provisionen, muss erhöht werden. Bei gesetzlicher Verpflichtung der Anbieter zur Offenlegung aller Kosten einer Kapitalanlage in Euro und Cent könnte der Anleger unter Berücksichtigung dieser Kosten von sich aus prüfen, welcher absolute Betrag seiner Anlagesumme überhaupt in die Substanz des Produktes fließt und wie viel „weiche Kosten“ keinem Gegenwert entsprechen.

Unabhängige Beratung fördern

Der Trend zum Selbstentscheider und Online-Kauf bei Finanzprodukten nimmt zu. Dies steht im Zusammenhang mit dem Vertrauensverlust in die Finanzberatung. Ein Fünftel der Befragten kann sich unter Honorarberatung, also unabhängiger Beratung ohne Provisionsvergütung, nichts vorstellen. Es sollte durch den Gesetzgeber ein Berufsbild des Honorarberaters mit qualifizierter Berater-Ausbildung und verbindlichen Qualifikationsanforderungen etabliert werden. Die Verpflichtung für Anbieter, Finanzprodukte als Alternativangebot mit provisionsfreien Nettotarifen anzubieten, könnte den Markt für unabhängige Beratung fördern.

Finanzbildung

Die Finanzbildung sollte als fester Bestandteil in die Schulausbildung integriert werden.

In den USA läuft die Bilanzsaison auf Hochtouren. Unter anderem haben der Pharmakonzern Pfizer und der Hersteller von „Camel“-Zigaretten, der Reynolds -Konzern, die Veröffentlichung ihrer Quartalsergebnisse (jeweils Dienstag) angekündigt. Reynolds will den Konkurrenten Lorillard für 27,4 Milliarden Dollar übernehmen.

Von

rtr

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