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04.02.2008

08:10 Uhr

Ausblick auf die US-Börsenwoche

Rezessionsangst könnte Wall Street weiter belasten

Rezessionsängste in den USA dürften die New Yorker Börsen auch in dieser Woche belasten. Verstärken könnten diesen Trend enttäuschende Quartalsbilanzen. Für Optimismus sorgt hingegen das angekündigte Übernahmeangebot von Microsoft für den Internetkonzern Yahoo.

Wall Street: Rezessionsängste und Quartalszahlen könnten für eine turbulente Börsenwoche sorgen. Foto: Archiv Quelle: ap

Wall Street: Rezessionsängste und Quartalszahlen könnten für eine turbulente Börsenwoche sorgen. Foto: Archiv

HB NEW YORK. Die Pläne für die knapp 45 Milliarden Dollar schwere Microsoft-Offerte für Yahoo hatten dazu beigetragen, dass der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Freitag 0,7 Prozent höher bei 12 743 Punkten schloss. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 1,2 Prozent auf 1395 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um ein Prozent auf 2413 Punkte. Im Wochenvergleich stieg der Dow Jones um 4,4 Prozent, der S&P-500 um 4,9 Prozent und der Nasdaq-Index um 3,8 Prozent.

Doch gleichzeitig gab die Regierung in Washington bekannt, dass die Wirtschaft im Januar erstmals seit viereinhalb Jahren Stellen abgebaut habe. "Das wichtigste Damoklesschwert über dem Markt ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir entweder in einer Rezession sind oder in eine abgleiten", sagte Chef-Börsenstratege Al Goldman von A.G. Edwards. "Mein Gefühl ist, dass der Markt schwächer sein wird, dass wir wieder die Tiefstände der vergangenen Woche antesten und sie schließlich durchbrechen werden."

Hinweise auf die weitere Entwicklung könnten die neuen Geschäftszahlen des Medienunternehmens News Corp am Montag und des Mischkonzerns Tyco sowie von Walt Disney am Dienstag geben. Am Mittwoch ist der Netzwerkausrüster Cisco Systems an der Reihe. Sein Ergebnis lesen Anleger oft als Indikator für die Investitionen der Unternehmen in Technik und damit für den Zustand der Wirtschaft. Die vergangene Quartalsbilanz hatte die Märkte geschockt.

Zudem stehen zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm: Am Montag veröffentlicht das US-Handelsministerium die Statistik über den Auftragseingang für nicht langlebige Güter. Einen Tag später kommt der Einkaufsmanager-Index Dienstleistungen des Institute for Supply Management. Am Donnerstag gibt es neue Arbeitslosen-Zahlen.

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