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29.09.2013

14:47 Uhr

Ausblick auf Wall Street

US-Haushaltsstreit stellt Geldpolitik in den Schatten

Der US-Arbeitsmarktbericht wird am Freitag zeigen, wie es um die US-Wirtschaft steht. Wenn sich die Konjunktur in Amerika gut erholt, könnte die Notenbank ihre Geldpolitik anziehen.

Der Streit um den US-Haushalt dürfte in der nächsten Woche das beherrschende Thema an der Börse in New York werden. Es könnte sogar die Unsicherheit um die künftige Geldpolitik verdrängen. ap

Der Streit um den US-Haushalt dürfte in der nächsten Woche das beherrschende Thema an der Börse in New York werden. Es könnte sogar die Unsicherheit um die künftige Geldpolitik verdrängen.

New YorkDer Streit um den US-Haushalt wird Börsianern zufolge in der neuen Woche als Damokles-Schwert über den internationalen Finanzmärkten schweben. Darüber hinaus warten Börsianer gespannt auf neue Konjunkturdaten, von denen sie sich Hinweise darauf erhoffen, ab wann und wie stark die US-Notenbank Fed die geldpolitischen Zügel anzieht.

In der alten Woche verlor der US-Leitindex, der Dow Jones 1,3 Prozent. Dagegen ist der breiter gefasste S&P 500 in seinem traditionellen Krisenmonat September um drei Prozent gestiegen und liegt nur noch zwei Prozent unter seinem Allzeithoch.

Ein Teil der ruhigen Betrachtungsweise sei dem Umstand geschuldet, dass die Börsianer die Entwicklung im Haushaltsstreit vorhergesehen hätten, sagte Ryan Detrick von Schaeffers Investment Research in Cincinnati. Und irgendwann gehe auch dieser Streit zu Ende.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Bis zum 1. Oktober müssen Demokraten und Republikaner im Kongress zunächst provisorisch dafür sorgen, dass den USA nicht das Geld ausgeht. Sonst droht Staatsbediensteten der Zwangsurlaub. In einem zweiten - aus Sicht von Börsianern entscheidenden - Schritt muss bis Mitte Oktober die Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar angehoben werden, um die Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft abzuwenden.

Der Haushaltsstreit wird die Diskussion um die US-Geldpolitik, die das Geschehen an den Börsen seit Monaten prägt, Börsianern zufolge vorübergehend in den Schatten stellen. Spätestens am Freitag komme die Frage, ob die Fed ihre Wertpapierkäufe im Volumen von derzeit 85 Milliarden Dollar monatlich schon ab Oktober oder erst ab Dezember zu drosseln beginnt, wieder ganz oben auf die Agenda.

An diesem Tag werden die US-Beschäftigtenzahlen veröffentlicht. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes ist ein Punkt, an dem die Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Von Reuters befragte Analysten rechnen für September mit der Schaffung von 177.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Plus von 169.000 im Vormonat.

Die Stimmungsindikatoren der Einkaufsmanager aus dem verarbeitenden Gewerbe der USA (Dienstag) werden Analysten zufolge ebenfalls auf eine Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft hindeuten. "Im Zuge dessen dürften die Stimmen für ein baldiges Rückführen der Anleihekäufe durch die US-Notenbank wieder lauter werden", schreibt Analyst Stefan Scheurer von Allianz Global Investors in einem Kommentar.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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29.09.2013, 23:32 Uhr

O-Ton Oliver Stock
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Ich möchte es Ihnen möglichst leicht machen, Ihre Meinung hier niederzuschreiben, denn wir bei Handelsblatt Online sehen uns als Plattform für Diskussionen.
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Wirklich?

Und deshalb sind wohl bei den Artikeln "Rechtsruck in Österreich", "Rechtsruck als Weckruf" und "Unsere rechten Nachbarn" die Komnmentarfunktionen abgeschaltet worden.

Selten so gelacht.

Offensichtlich werden unliebsame Kommentare befürchtet - und schon ist Schluß mit der "Plattform für Diskussionen".

...

Ich verstehe ja, daß Sie nicht von den Schergen des BRD-Regimes ins Gefängnis geworfen werden wollen wie der Journalist Axel Möller, der wegen der Veröffentlichung verbotener Meinungen und Leserkommentare zu 30 Monaten verurteilt wurde.

Aber dann sollten Sie die Einschränkungen unter der Sie in der BRD arbeiten müssen auch wenigsten offen zugeben.

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