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26.03.2006

16:00 Uhr

Ausblick

Die Wall Street wartet auf Bernanke

Die Wall Street steht in dieser Woche ganz im Zeichen der erwarteten Erhöhung des Leitzinses durch die US-Notenbank. Im Mittelpunkt des Interesses stehen zudem die Zahlen des US-Bruttoinlandproduktes und der Immobilienmarkt.

HB NEW YORK. Insgesamt erhoffen sich Investoren für die US-Aktienmärkte bescheidene Zugewinne, die bei größeren Indizes allerdings für ein Fünf-Jahres-Hoch reichen könnten. Die vergangene Woche beendete der Dow-Jones-Index kaum verändert. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,3 Prozent nach, wogegen der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,3 Prozent zulegte.

Beim Treffen des für die Zinspolitik zuständigen Fed-Offenmarktausschusses (FOMC) am Montag und Dienstag gilt eine Anhebung des US-Leitzinses um weitere 25 Basispunkte auf dann 4,75 Prozent am Markt als sicher. Es wäre die 15. Zinsanhebung in Folge.

"Alles andere als ein Anstieg um 25 Basispunkte wäre extrem überraschend", sagte der Chef des Aktienhandels von U.S. Bancorp Asset Management. Es gebe allerdings etwas mehr Unruhe am Markt als sonst, da der neue Notenbankchef Ben Bernanke das erste Mal eine Sitzung des Gremiums leite.

Vor allem der Immobilienmarkt erwartet die Leitzins-Entscheidung mit Spannung. Ein überraschend starker Abfall beim Verkauf von Eigenheimen in den USA im Februar hatte am Freitag Spekulationen genährt, die US-Notenbank könnte ihre Politik der Zinserhöhung schneller als erwartet beenden. Nach diesem Signal einer wirtschaftlichen Abkühlung werde ein Ende der festeren Geldpolitik erwartet, was sich positiv auf die Aktienmärkte auswirken würde, sagte der Leiter der Investment-Abteilung von BB&T Asset Management, Jeff Schappe.

Höhere Zinsen führen zu höheren Kosten für die Geldbeschaffung, was für gewöhnlich die Gewinne von Unternehmen schmälert und die Kauflust von Verbrauchern zügelt. Außerdem verlieren Aktien als Geldanlage generell an Attraktivität bei höheren Zinsen. "Der Aktienmarkt würde insgesamt davon profitieren, wenn die Fed den Fuß von der Bremse nimmt", sagte Schappe weiter.

Am Dienstag legt das Marktforschungsinstitut Conference Board seinen vielbeachteten Index des Verbrauchervertrauens für März vor. Einer Reuters-Umfrage zufolge könnte der Index für das Verbrauchervertrauen auf 102 Punkte von 101,7 Punkten im Februar gestiegen sein.

Neben diesen Daten stehen kommende Woche eine Reihe von Unternehmensberichten an. So legen die Drogeriekette Walgreen, der Gehaltsabrechner Paychex, der Schmuck-Einzelhändler Tiffany & Co. und der Händler für Unterhaltungselektronik Best Buy Co. ihre Zahlen vor.

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