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04.08.2015

04:45 Uhr

Ausblick negativ

S&P sieht Risiken für die Finanzlage der EU

Kommen Finanzprobleme auf die Europäische Union zu? Die Ratingagentur S&P belässt die Bonitätsnote, senkt aber den Ausblick für die EU. Dafür nennt sie eine ganze Reihe an Gründen.

Bisher sah die Ratingagentur S&P den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der EU stabil. Das ändert sich jetzt. ap

Euro-Skulptur in Frankfurt

Bisher sah die Ratingagentur S&P den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der EU stabil. Das ändert sich jetzt.

BerlinDie Ratingagentur Standard & Poor's hat den Ausblick für die Europäische Union auf negativ gesenkt. Die Bonitätsnote bleibe bei AA+, teilte Standard & Poor's (S&P) am Montag mit.

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Um ein Haar wäre Griechenland aus dem Euro geflogen. Der Streit hat Beziehungen zwischen Ländern und Regierungen belastet. Europa stehen noch viele solche Konflikte bevor, wenn wir daraus keine Lehren ziehen.

Damit erhöht sich für die EU die Gefahr einer Herunterstufung innerhalb der nächsten zwei Jahre. Bislang war der Ausblick stabil. Insgesamt seien die Risiken für die Finanzlage der EU gestiegen, hieß es zur Begründung. Dazu gehörten die neuen Hilfen für Griechenland, hieß es in der Mitteilung von S&P.

Risikofaktor Hilfsgelder

Die Ratingagentur warnte davor, dass die Europäische Union "wiederholt Gelder freigibt, um mit hohem Risiko Mitgliedstaaten zu helfen (jüngst Griechenland), ohne dass diese Eigenmittel haben". Ohne es konkret auszusprechen, legte die Ratingagentur damit nahe, dass Griechenland seine Schulden bei der EU nicht zurückzahlen wird.

Zudem droht Großbritannien, dem zweitgrößten Beitragszahler, der Entzug der Spitzenbonitätsnote. S&P senkte erst vor kurzem für Großbritannien ebenfalls den Ausblick auf negativ.

Die Ratingsagentur äußerte sich zudem besorgt über die Möglichkeit, dass Großbritannien als einer der größten EU-Beitragszahler die Staatengemeinschaft verlassen könnte. Die konservative britische Regierung unter Premierminister David Cameron will darüber kommendes Jahr ein Referendum abhalten.

Ein weiterer Faktor ist den Angaben zufolge der milliardenschwere Investitionsplan von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Dafür soll ein neuer europäischer Fonds für strategische Investitionen (EFSI) aufgesetzt werden, der über drei Jahre insgesamt 315 Milliarden Euro mobilisieren soll. S&P geht davon aus, dass die EU im Zusammenhang mit der Finanzierung das Erstrisiko tragen könnte.

Kommentare (7)

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Herr Teito Klein

04.08.2015, 07:17 Uhr

S&P senkt den Daumen ...
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Großbritannien will die EUdSSR verlassen, die Eurokraten wollen Griechenland weiter Geld schenken.
Deshalb droht der EUdSSR eine Herabstufung der Bonität.
Griechenland liegt schon bei CC-.
In der EUdSSR gibt es nur noch drei zahlungsfähige Länder - Deutschland , Finnland
und die Niederlande. Alle Anderen sind mehr oder weniger pleite.

Herr Peter Noack

04.08.2015, 07:42 Uhr

Die politische Ratingagentur!
Wegen Griechenlandrettung senkt S&P den Daumen? Selten so gelacht. Wegen 2 % des EuroBIP und 3 % der Eurostaatsschulden? Mehr ideologische Verblendung geht überhaupt nicht mehr.

Account gelöscht!

04.08.2015, 08:57 Uhr

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