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10.03.2006

20:45 Uhr

Ausblick: Nervöse Aktienmärkte

Dax steht vor weiterer Konsolidierung

Eine schlechte Woche liegt hinter den internationalen Aktienmärkten. Vor allem in Deutschland gingen die Kurse kräftig zurück; der Dax notierte vorübergehend unter 5 700 Punkten, um sich dann mit Unterstützung der Wall Street etwas zu erholen.

HB DÜSSELDORF. Verantwortlich für die derzeitige Schwächephase zeichnen nach Ansicht der Commerzbank neben den größer werdenden Zinssorgen und einigen enttäuschenden Unternehmensergebnissen auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen. Viele Anleger trennten sich angesichts der wachsenden Unsicherheit von ihren Aktien und schichteten in weniger volatile Anlageformen um.

Anleger sollten sich jedoch von der aktuellen Schwächephase nicht beeindrucken lassen und vielmehr den Blick auf die meist überzeugenden fundamentalen Rahmenbedingungen richten, heißt es im Wochenausblick der Frankfurter. Die neuen Daten für Auftragseingänge und Produktion in der deutschen Industrie hätten die Erwartungen übertroffen und zeigten, dass sich der Boom in der Industrie fortsetze und eine erkennbare Abschwächung nicht in Sicht sei. Für Aktien spreche ferner ihre meist moderate Bewertung. Viele Titel seien sogar ausgesprochen preiswert, schreiben die Commerzbank-Experten.

In der kommenden Woche stehen dem deutschen Aktienmarkt eine Reihe von Geschäftszahlen aus der Finanzbranche bevor. Neben drei großen US-Banken legen unter anderem die deutschen Versicherer Münchener Rück und Allianz ihre Bilanzen vor. Angesichts der um sich greifenden Verunsicherung der Anleger über weltweit steigende Zinsen könnten auch Inflationsdaten für Bewegung am Markt sorgen.

Insgesamt erwarten Aktienstrategen aber, dass der deutsche Leitindex weiter um das aktuelle Kursniveau pendelt. „Bis an die 5 900 Punkte werden wir es in der kommenden Woche wohl nicht wieder schaffen. Ich sehe eher, dass die Tiefstände dieser Woche noch unterboten werden können“, sagte Aktienstratege Günter Senftleben von der Bankgesellschaft Berlin voraus. „Die Zinsunsicherheit hält sich zäh, und das wird auch in der kommenden Woche den Deckel auf den Aktienmarkt setzen“, prognostizierte Senftleben.

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