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25.08.2012

14:57 Uhr

Ausblick Wall Street

Notenbanker machen Börse

In der kommenden Woche hoffen die US-Anleger darauf, dass die US-Notenbank mit neuen Spritzen die Konjunktur auf Trab bringt. Ein Treffen am Freitag soll Klarheit bringen. Eine Enttäuschung verträgt die Börse nicht.

Die Wall-Street-Börsianer warten auf Neuigkeiten aus der US-Notenbank; sie hoffen auf neue Konjunkturspritzen. dapd

Die Wall-Street-Börsianer warten auf Neuigkeiten aus der US-Notenbank; sie hoffen auf neue Konjunkturspritzen.

New YorkDie seit Wochen erfolgsverwöhnten Investoren an der Wall Street richten ihre hoffnungsvollen Blicke nach dem jüngsten Dämpfer wieder ganz auf die Zentralbanken. Nicht zuletzt die Aussicht auf Konjunkturspritzen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte dem S&P 500 eine sechswöchige Gewinnserie beschert, die nach widersprüchlichen Äußerungen von Fed-Bankern in der vergangenen Woche jäh abbrach.

Doch viele Investoren hoffen, dass der allgemeine Aufwärtstrend anhält und das Treffen internationaler Zentralbank-Vertreter im amerikanischen Jackson Hole am Freitag Klarheit über die Fed-Pläne bringen wird. Bis dahin könnte sich der Handel aber nervös gestalten, weil keine richtungsweisenden Ereignisse absehbar sind und sich die Anleger nicht recht aus der Deckung wagen.

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Die kommenden Tage und Wochen dürften Experten zufolge turbulent werden für Aktienanleger. Die Notenbanken tagen, die Euro-Rettung steht auf dem Spiel. Außerdem wird sich zeigen, wie es um die US-Konjunktur bestellt ist.

Viele Analysten gehen zwar fest davon aus, dass die Federal Reserve der US-Wirtschaft mit neuen Konjunkturhilfen unter die Arme greifen wird. Doch der Chef der Fed von St. Louis, James Bullard, signalisierte zuletzt Zweifel daran und trübte damit die Hoffnung der Investoren auf eine Fed-Entscheidung in ihrem Sinne. Die Tür für Spekulationen steht damit wieder offen.

"Es wird viel darüber geredet werden, was wir erwarten können", sagte Michael Matousek von U.S. Global Investors. Vor dem traditionellen Zentralbanker-Treffen in Wyoming dürfte die Gerüchteküche die Märkte noch ganz schön in Wallung bringen. Zudem könnten neue Konjunkturmaßnahmen längst eingepreist sein, so dass die Ankündigung weiterer Schritte keine große Euphorie mehr auslösen dürfte. Sollte die Fed aber doch nicht aktiv werden, wäre dies an den Märkten eine große Enttäuschung.

Der S&P 500 hatte in der vergangenen Woche 0,5 Prozent eingebüßt und damit seine Gewinnserie unterbrochen, die ihn am Dienstag vorübergehend auf den höchsten Stand seit Juni 2008 befördert hatte. Der Dow gab auf Wochensicht 0,9 Prozent nach, während die Nasdaq 0,2 Prozent einbüßte.

Direkt nach dem Treffen der Notenbanker in Jackson Hole gehen die Börsianer wegen eines Feiertages in ein langes Wochenende, so dass der Handel erst am Dienstag nach Labor Day (3. September) wieder richtig aufleben dürfte. Wichtige Impulse werden dann wieder von der EZB-Sitzung am Donnerstag darauf (6. September) erwartet.

Für die unmittelbar bevorstehenden Handelstage stellen sich die Börsianer auf ein geringes Handelsvolumen ein, auch weil die in der kommenden Woche anstehenden Ereignisse als nicht besonders spannend eingestuft werden. Die Bilanzsaison neigt sich dem Ende, nur noch fünf S&P-Unternehmen stellen ihre Quartalsergebnisse vor. Dazu gehört der Schmuckhändler Tiffany & Co am Montag.

Am Dienstag erfahren die Anleger, wie sich das Verbrauchervertrauen im August entwickelt hat. Schon etwas einstimmen auf das Treffen der Notenbankvertreter am Freitag können sich die Investoren am Mittwoch, wenn die Fed ihren Konjunkturbericht "Beige Book" veröffentlicht. Am Freitag schließlich steht noch der Einkaufsmanager-Index Chicago an.

Von

rtr

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