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31.12.2011

16:56 Uhr

Ausblick Wall Street

„Unsicherheiten in jedem Winkel“

Die Börsianer der Wall Street blicken mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr. An allen Ecken brennt es, in Europa genauso wie in den USA. Gleich in der ersten Januarwoche werfen neue Zahlen ein Licht auf die aktuelle Lage.

Mit Skepsis blicken Marktteilnehmer an der New York Stock Exchange in die neue Börsenwoche. dapd

Mit Skepsis blicken Marktteilnehmer an der New York Stock Exchange in die neue Börsenwoche.

New YorkEin neues Jahr – alte Themen. Die Wall Street wird sich auch 2012 mit Altbekanntem beschäftigen. Die Schuldenkrisen in Europa sowie im eigenen Land, politische Unruhen in der Welt und die sinkende Kreditwürdigkeit großer Industrienationen hielten die US-Börsen 2011 in Atem. Im neuen Jahr wird es Investoren zufolge nicht viel anders. „Es wird zunehmend realisiert, dass die Weltwirtschaft in Gefahr ist“, sagt Bruce Bittles, Chef-Investmentstratege bei Robert W. Baird. „In jedem Winkel dieser Erde gibt es Unsicherheiten.“

Sollten sich beispielsweise Italien und Spanien im kommenden Jahr weiterhin nur zu extrem hohen Zinsen frisches Kapital am Markt besorgen können, könnte das Anlegern zufolge die Krise in Europa weiter verschärfen. Zudem steht die Entscheidung der Ratingagentur Standard & Poor's zur Kreditwürdigkeit der Euro-Staaten noch aus. S&P hatte damit gedroht, 15 Länder der Währungsunion herabzustufen und im Zuge dessen auch Deutschland und Frankreich ihre Bestnote zu entziehen.

Analysten-Prognose für 2012 (Jahresendstand)

Baader Bank

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

Quelle: Handelsblatt-Kapitalmarkt-Umfrage vom 29.12.2011

Bank Julius Bär

Dax: 6.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,46 $

Bank Sarasin

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

Bankhaus Lampe

Dax: 7.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,38 $

Bayerische Landesbank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,45 $

Berenberg Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,2%; Euro/Dollar: 1,40 $

Bethmann Bank

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,35 $

BHF-Bank

Dax: 6.350; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

BNP Paribas

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,40 $

Citi

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,5%; Euro/Dollar: 1,26 $

Commerzbank

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

DekaBank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,40 $

Deutsche Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

DZ Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,40 $

Ellwanger & Geiger

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,85%; Euro/Dollar: 1,23 $

Fürst Fugger Privatbank

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,65%; Euro/Dollar: 1,22 $

Haspa

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,30 $

Hauck & Aufhäuser

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,35 $

Helaba

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,45 $

HSBC Trinkaus

Dax: 5.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,44 $

JP Morgan

Dax: 6.850; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,38 $

LBBW

Dax: 7.500 (vorher: 6.500); Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

M.M.WArburg & Co.

Dax: 6.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

National Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

Natixis

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,2%; Euro/Dollar: 1,35 $

Nomura

Dax: 7.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: k.A.; Euro/Dollar: 1,25 $

NordLB

Dax: 6.100; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,25 $

Postbank

Dax: 7.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

Royal Bank of Scotland

Dax: 7.380; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,6%; Euro/Dollar: 1,37 $

Santander Cons. Bank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,35 $

Société Générale

Dax: 5.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,1%; Euro/Dollar: 1,30 $

Syz & Co.

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

UBS

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

VP Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,35%; Euro/Dollar: 1,30 $

West LB

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,40 $

WGZ-Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,3%; Euro/Dollar: 1,30 $

Selten hat Europa so viel Einfluss auf die Leitbörsen der USA und damit der Welt gehabt wie 2011. Dabei läuft es im eigenen Land auch nicht rund. Im August bereits verloren die USA bei S&P ihre Bestnote von AAA. Grund war die eigene Schuldenkrise. Dreimal wurde in diesem Jahr eine drohende Pleite der US-Regierung nur knapp abgewendet. Die festgefahrene Situation im US-Kongress – im Repräsentantenhaus haben die Republikaner die Oberhand – wird sich Investoren zufolge wohl nicht lösen, sondern vor den Präsidentschafts- und Kongresswahlen im November 2012 eher weiter verkeilen.

Steuer- und Regulierungsfragen seien weiter offen und verhinderten somit die Neugründung von Unternehmen und Wirtschaftswachstum, sagt Brian Battle, Händler bei Performance Trust Capital. Weitere Aufschlüsse über die Lage der US-Wirtschaft sind gleich in der ersten Januarwoche zu erwarten. Am Freitag steht der Bericht zum US-Arbeitsmarkt für Dezember an. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit 150.000 neuen Stellen. Im November wurden 120.000 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Rückblick auf 2011: Die Top- und Flop-Aktien des Jahres

Rückblick auf 2011

Die Top- und Flop-Aktien des Jahres

Am Aktienmarkt haben dieses Jahr viele Unternehmen satte Verluste eingefahren, allen voran Finanzaktien. Trotz schwieriger Marktumstände gab es aber auch einige Profiteure. Ein Überblick über Gewinner und Verlierer 2011.

Mit Spannung erwarten Anleger auch die neuen Quartalsberichte, deren Veröffentlichung noch im Januar ansteht. Zuletzt haben weitaus mehr Firmen ihre Prognosen gesenkt als erhöht.

Da der Dow-Jones-Index der Standardwerte das von Euro-Krise und schwacher US-Konjunktur gezeichnete Jahr im Gegensatz zum Dax immerhin 5,5 Prozent besser als 2010 beendete, haben die Anleger eine Hoffnung: Die USA könnten immer noch als sicherer Hafen gelten. Allerdings schnitt die Nasdaq um knapp zwei Prozent schlechter ab, und der breit angelegte S&P-500 bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr praktisch nicht. Das hatte es seit 1970 so nicht mehr gegeben.

Von

rtr

Kommentare (4)

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echo

01.01.2012, 02:48 Uhr

Na denne,
ich wünsche den paar vom Geld und seinen "Erträgen" lebenden Menschen ein freudiges Jahr 2012...

Beste Grüße allerseits

rakete2012

01.01.2012, 09:02 Uhr

Wenn alle an den Raketen gespart hätten - alleine in Deutschland, wäre wohl der halbe Staatshaushalt sarniert!!!
Solange man so einen Unsinn finanzieren kann, kann es allen nicht schlecht gehen! Nun, seit diesem Jahr mit einer 25-Verfachung des kriegsgleichen Detonationslärms. Absolut unnötig! Wie Frankreich: Raketen verboten - exzellent!

sparenstattboellern

01.01.2012, 09:08 Uhr

Zu diesem Silvester hin wurde der stumpfsinnige Böllerlärm EU-weit vereinheitlicht!: für bisherige deutsche Raketen vollzog sich so eine ver-25-fachung des Böllerlärms, wenn man zu nahe steht lauter als ein Presslufthammer. Es wurden in SWR-2 ausdrücklich Ohropax empfohlen! Wenn all dieses Geld in die Staatssanierung geflossen wäre, so wäre der aus z.B. Österreich, Schweiz, Deutschland, das in diesen Ländern in diese blödsinnigen Knallerböller investiert wurde, in den deutschen Staatshaushalt einbezahlt worden wäre - wo stünden wir dann zum 01.0.2012?? Wenn St. Moritz mit seinen "2 sichtbaren Klassen" am See: unten die lauten Böller der Proletatriats, oben die Belle Epoque, das Bürgertum mit den leiseren Farbböllern, wo auch Merkel in Pontresina am Bernina Gletscher ihre O-Beinigen Langlauftouren macht...wenn das alles eingespart worden wäre zur deutschen Staatsschuldentilgung!!! Wir hätten nur noch halb soviel Staatsschulden am heutigen Neujahrstag 01012012.
Solange wir das finanzieren können, leben wir noch immer über unsere Verhältnisse - ist alles stumpfsinnige Rhetorik. Und selbst Aristoteles würde sich aus der Diogenestonne beschämt und auch da heraus nur inmitten der Nacht: übergeben!

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