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21.06.2011

12:48 Uhr

Bank Metzler

Griechen-Bonds sind unkalkulierbar

Griechenland-Bonds sind für die Privatbank Metzler kein Thema. Und auch die Papiere anderer Staaten fallen durchs Raster. Der Einfluss der Politik ist dem Bankhaus zu groß.

Der Eingang zum Bankhaus Metzler in Frankfurt. Die Bank hält sich bei vielen Länder-Bonds zurück. Quelle: picture-alliance

Der Eingang zum Bankhaus Metzler in Frankfurt. Die Bank hält sich bei vielen Länder-Bonds zurück.

Frankfurt Die Privatbank Metzler zeigt Griechenland die kalte Schulter. „Wir kaufen für unsere Privatkunden keine Griechen-Bonds. Wir haben keine gekauft und werden das auch in Zukunft nicht tun“, sagte Emmerich Müller, Partner und persönlich haftender Gesellschafter des Traditionshauses, in einem am Dienstag veröffentlichten Reuters-Interview. Das gelte auch für Portugal, Spanien oder Irland. „Das Grundproblem ist doch, dass sich der faire Preis dieser Papiere überhaupt nicht ermitteln lässt, da der Einfluss der Politik zu groß ist.“

Seit Wochen wird in der Politik darüber diskutiert, ob und wie sich die privaten Gläubiger - allen voran Banken - am zweiten Hilfspaket für Griechenland beteiligen sollen. Nun steht fest, dass es eine rein freiwillige Lösung geben soll: Angestrebt wird eine Laufzeitenverlängerung griechischer Schulden, sobald Staatsanleihen fällig werden. Die privaten Gläubiger sollen dann frei entscheiden, ob sie sich in dem Schuldenstaat weiter engagieren und neue Bonds zeichnen. Die Großbanken haben bereits signalisiert, dass sie dazu nur bereit wären, wenn sie Sicherheiten - etwa Garantien durch andere Euro-Länder - bekommen.

Metzler-Banker Müller zeigte sich skeptisch, ob die Laufzeitenverlängerung für die Bonds reicht, um das Land aus der Krise zu führen. „Was fehlt, ist ein Konzept, wie Griechenland wieder zu Wachstum kommt“, sagte der Kronprinz von Bankchef Friedrich von Metzler. Er warnte vor einer neuen Vertrauenskrise an den Märkten. „Je länger sich die ganze Diskussion hinzieht, desto größer wird die Unsicherheit bei den Investoren.“ Das Bankhaus Metzler ist in die Gespräche mit der Politik über Griechenland nach eigenen Angaben nicht direkt einbezogen, sondern sieht sich in einer Beraterrolle.

 

 

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

21.06.2011, 21:00 Uhr

Die griechischen Regierungen in den letzten 10 Jahren haben ein Wirtschaftswachstum vorgetäuscht auf dem Papier und damit immer höhere Anleihekäufe gerechtfertigt.

Insgesamt sind 340 Milliarden EURO Schulden entstanden - das Geld ist verschwunden. Somit hat Brüssel Lug und Trug Vorschub geleistet, den der deutsche Steuerzahler jetzt ausbaden soll.

WO IST DAS GELD EIGENTLICH GEBLIEBEN ?? Beim weiterhin armen griechischen Volk jedenfalls nicht.

Ich bin strikt für Insolvenz, den die griechischen Staatsanleihen haben keine ökonomische Grundlage und hatten diese auch nie.

Account gelöscht!

21.06.2011, 21:01 Uhr

Wie konnte man zusehen, wie 340 Milliarden EURO im armen Griechenland entstehen und SPURLOS verschwinden ???

SUCHT DOCH MAL DANACH !!!

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