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06.10.2012

16:55 Uhr

Berichtssaison

US-Anleger stellen sich auf Dämpfer ein

In der neuen Woche startet in den USA die neue Berichtssaison. Dann müssen die Unternehmen den Investoren Hinweise liefern, ob die aktuellen Aktienkurse gerechtfertigt sind. Börsianer stellen sich auf Korrekturen ein.

Broker an der Wall Street: Anleger müssen sich wohl auf eine Ernüchterung gefasst machen. dapd

Broker an der Wall Street: Anleger müssen sich wohl auf eine Ernüchterung gefasst machen.

New YorkNach der Börsenrally im abgelaufenen Vierteljahr steht an der Wall Street die Nagelprobe an. „Die Ergebnisse werden die Kontrolllampe sein“, sagt Alan Lancz, Präsident der gleichnamigen Investmentberatungsfirma. „Und wenn die Prognosen nicht besonders stark ausfallen, muss der Markt eine kleine Enttäuschung verkraften. Ich erwarte keine große Korrektur, aber einen gewissen Rückschlag.“

Auch andere Experten gehen davon aus, dass Anleger sich in den nächsten Wochen auf eine Ernüchterung gefasst machen müssen. Im dritten Quartal legte der breit gefasste S&P-500 -Index um 5,8 Prozent zu. Den Treibstoff lieferten die Zentralbanken mit der Aussicht auf großzügige Konjunkturstützen.

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Doch nach Auffassung von Marktstrategen spiegeln sich in der Bewertung von US-Aktien noch nicht die schlechteren Wirtschaftsperspektiven wider. Sorgen bereitet vor allem die Entwicklung im krisengeplagten Europa. „Teile von Europa sind nicht nur in der Rezession, sondern in einer Depression“, warnt Jeff Kleintop von LPL Financial. Seinen Worten zufolge unterschätzen viele Analysten das Ausmaß der globalen Konjunkturabkühlung.

Die Gewinne der Unternehmen sind basierend auf den Prognosen im vergangenen Quartal im Schnitt um 2,4 Prozent geschrumpft. Nach Daten von Thomson Reuters wäre das der erste Rückgang binnen drei Jahren. In den Vierteljahren davor war es den Firmen noch weithin gelungen, die Ergebniserwartungen zu übertreffen, obwohl die Umsätze nur mäßig wuchsen. Dabei half ihnen der Rotstift, doch der ist mittlerweile ausgereizt. Das Sparpotenzial ist nur noch sehr begrenzt.

Auf trübere Zeiten eingestimmt haben bereits die Branchengrößen und Konjunkturbarometer FedEx und Hewlett-Packard, die ihre Geschäftsprognosen reduziert haben. Börsianer gehen davon aus, dass andere Konzerne nachziehen.

„Die Erwartungen sind einfach zu hoch“, sagt Analyst Barry Knapp von Barclays Capital in New York. Nun müssen auch die anderen allmählich ihre Karten auf den Tisch legen. Den Startschuss gibt am Dienstag nach Börsenschluss traditionell der Aluminiumriese Alcoa. Im weiteren Wochenverlauf folgen unter anderem die Finanzkonzerne JP Morgan und Wells Fargo.

Von

rtr

Kommentare (1)

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soup_0

07.10.2012, 07:37 Uhr

Wo soll denn auch dieses kranke Wachstum herkommen wenn die US-Suppenküchen sich monatlich vermehren??

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