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04.03.2013

14:51 Uhr

Berkshire Hathaway

Buffett sucht Streit

Der Milliardär Warren Buffett sucht eine Herausforderung: Er will sich ein Streitgespräch mit einem Kritiker liefern. Allerdings ist es gar nicht so einfach, jemanden zu finden, der gegen den Investor antreten will.

Buffett sucht einen Skeptiker für die Fragerunde bei der Jahrestagung von Berkshire Hathaway. AFP

Buffett sucht einen Skeptiker für die Fragerunde bei der Jahrestagung von Berkshire Hathaway.

New YorkAn Skeptikern hat es in der Karriere des Milliardärs Warren Buffett im Laufe der Jahre nicht gefehlt. Immer wenn der Aktienkurs von Berkshire Hathaway nachgab, fanden sich kritische Stimmen. Jetzt - da die Aktien eine Rally erleben - muss Buffett jedoch nach einem Skeptiker suchen.

Der Vorsitzende und Vorstandschef von Berkshire will einen professionellen Anleger finden, der bei der Hauptversammlung der Investmentholding am 4. Mai in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska in einer Fragerunde auftreten soll - neben Analyst Cliff Gallant von Nomura und Jonathan Brandt von Ruane Cunniff & Goldfarb.

Voraussetzung für den Posten: der Kandidat muss Berkshire kritisch betrachten oder auf einen Kursrückgang wetten. Das geht aus Buffetts Jahresbrief an seine Investoren vom 1. März hervor.

Anlagestrategie: Buffett und der Heilige Gral der Börse

Anlagestrategie

Buffett und der Heilige Gral der Börse

Seine Anlageerfolge sind legendär. Warren Buffett gehört zu den erfolgreichsten Investoren der Welt. Geschickte Aktienkäufe machten ihn zum Multimilliardär. Wie Buffett seine Super-Aktien findet.

„Das klingt wie Daniel in der Löwengrube“, sagt Jeff Matthews, Aktionär von Berkshire und Autor mehrerer Bücher über Buffett. „Es wird faszinierend sein zu sehen, (a) wer anbeißt und (b) ob der Kerl tatsächlich lebendig wieder aus dem Raum kommt.“

Die Aufforderung zur Bewerbung ist der neuste Kniff für die Jahreshauptversammlung von Berkshire. Jedes Jahr lockt das Treffen zehntausende Aktionäre an, die die Ansichten von Buffett und dem Vizevorsitzenden Charles Munger über Investments, Corporate Governance, Wirtschaft, Politik und das Leben erfahren wollen. Buffett – der früher auch mal Einblicke in seine Ansichten über Baseball oder Paris Hilton gab - hat den Fokus in den letzten Jahren wieder verstärkt auf Berkshire gelenkt.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Im Jahr 2009 hatte Buffett eine Reihe Journalisten eingeladen, darunter auch seine langjährige Freundin Carol Loomis, die für die Zeitschrift Fortune schreibt, Becky Quick von CNBC und Andrew Ross Sorkin von der New York Times. Die Medienvertreter durften dann abwechselnd mit dem Publikum Fragen stellen.

Letztes Jahr wurde der Hauptversammlung ein Gremium aus drei Versicherungsanalysten hinzugefügt, die mehr Fragen zu den Berkshire-Versicherungsgeschäften wie Geico oder General Re stellten. Der Ansatz habe sich als zu eng gefasst herausgestellt, schreibt Buffett in dem diesjährigen Brief.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

04.03.2013, 15:34 Uhr

Liebe Redaktion, was steckt denn hinter der kürzlichen "Buffet"-Inflation beim Handelsblatt?
Das macht Ihr jetzt aber nicht mehr - wie schon mal - 4 Buffet-Artikel an einem Tag! Versprochen?

kraehendienst

04.03.2013, 15:44 Uhr

Das ist eine journalistische Torschlusspanik. Nach "seinem Torschluss" können sie nur noch alle runden Jahre als Anlasszeitpunkt "Buffet hätte...Buffet würde sicherlich..." berichten. Auf jeden Fall ist er beliebter als alle Banken zusammen und jede für sich allein weil er so authentisch aber doch gerissen genug ist - das Resultat zeigt es eindrücklich.

Dissident

04.03.2013, 17:30 Uhr

Buffett und sein schwerreiches Gesocks habem den Armen dieser Welt den Krieg erklärt! Dieser alte Greis glaubt tatsächlich daran, das seine gekauften Politik- und Lobbyisten-Söldner diesen Krieg gegen die Masse der weltweit Verarmenden und Armen gewinnen kann.
Sie wollen diese Menschen einfach verhungern lassen.
Buffet und seine Geistesbrüder täuschen sich gewaltig.
Man hat durch den Turbokapitalismus und die Neoliberalisierung der Märkte vielleicht eine Schlacht gewonnen, aber den selbst heraufbeschworenen Krieg „Reich gegen Arm“, diesen Krieg werdet ihr niemals gewinnen können. Einigkeit macht stark - dies ist so was wie eine letzte Warnung, denn unser Rückschlag ist längst in Planung, euer Niedergang für immer und was wir hören, ist euer weinen und euer Gewimmer.

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