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30.09.2013

13:23 Uhr

Berkshire Hathaway

Buffett wird Großaktionär von Goldman Sachs

Der Starinvestor Warren Buffett hat in der Finanzkrise Goldman Sachs mit Geld gefüttert. Er wettete, dass die USA große Banken nicht fallen lässt. Und lag richtig. Seine Belohnung sind weitere Aktien des Instituts.

Der Investor Warren Buffett, Chef von Berkshire Hathaway, hat erfolgreich in Aktien von Goldman Sachs investiert. AFP

Der Investor Warren Buffett, Chef von Berkshire Hathaway, hat erfolgreich in Aktien von Goldman Sachs investiert.

New YorkBerkshire Hathaway, die Investmentholding von Warren Buffett, wird zum Großaktionär von Goldman Sachs. Der Wert des Aktienpaketes dürfte mehr als zwei Milliarden Dollar betragen. Erreicht hat Buffett dies durch Optionsrechte, die er auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 erworben hatte.

Der Mischkonzern Berkshire Hathaway dürfte etwa 13,2 Millionen Aktien der in New York ansässigen Investmentbank Goldman Sachs erhalten. Dies geht aus einer Vereinbarung hervor, die zur Berechnung von Buffetts Anteil den durchschnittlichen Schlusskurs von zehn Handelstagen bis heute nutzt.

Die Anzahl der Aktien ist eine Schätzung auf der Basis der neun Handelstage bis zum 27. September. Sie kann sich abhängig von den heutigen Kursschwankungen ändern. Die Aktie der Bank schloss vergangene Woche bei 159,85 Dollar. Goldman Sachs hatte sich 2008 an Berkshire Hathaway gewandt, um das Kapital zu stärken und das Marktvertrauen zu schützen.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Damals waren die Goldman-Aktien nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers abgesackt. Buffett hat dann fünf Milliarden Dollar in Vorzugsaktien investiert. Er erhielt zudem Optionen, die ihn berechtigten, weitere Aktien im Volumen von fünf Milliarden Dollar zu einem Preis 115 Dollar je Aktie zu kaufen.

„Buffett hat seine Position als weißer Ritter und seinen Ruf genutzt, ein Institut während einer Krisenzeit zu stützen“, sagte Richard Cook, Mitgründer von Cook & Bynum Capital Management. „Goldman Sachs steht dadurch mit ziemlicher Gewissheit besser da, auch wenn es recht teuer war. Und ganz sicher stehen die Berkshire-Aktionäre besser da.”

Der Vorstandsvorsitzende von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, hat den Vorzugsanteil 2011 mit einer Prämie von zehn Prozent abgelöst. Buffett hat im März zugestimmt, die Optionsscheine über eine bargeldlose Transaktion auszuüben. Dabei verzichtete er auf die Chance, fünf Milliarden Dollar in Aktien zu unter den Marktpreisen liegenden Kursen zu investieren.

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