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09.06.2015

10:51 Uhr

Betreiber von Street One und Cecil

Modeholding CBR soll dieses Jahr an die Börse

Die Modeholding CBR, Betreiber der Boutiqueketten Street One und Cecil, soll noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Das bestätigt der schwedische Finanzinvestor EQT, der das Unternehmen 2007 gekauft hat.

CBR Fashion Group

Street One läuft aufs Parkett

CBR Fashion Group: Street One läuft aufs Parkett

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FrankfurtDer schwedische Finanzinvestor EQT will einen Teil seiner deutschen Modeholding CBR noch in diesem Jahr an die Börse bringen. CBR teilte am Dienstag mit, bei dem Börsengang sollten Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie aus dem Besitz von EQT verkauft werden. Reuters hatte in der vergangenen Woche unter Berufung auf Insider über das Vorhaben berichtet.

CBR betreibt die Damenmodeboutique-Ketten „Street One“ und „Cecil“. Die Schweden hatten das Unternehmen 2007 für rund 1,5 Milliarden Euro von den Finanzinvestoren Apax und Cinven gekauft.

So läuft ein Börsengang ab

1. Auswahl einer Emissionsbank

Hat sich die Führungsebene eines Unternehmens zu einem Börsengang entschlossen, sind diverse Vorbereitungen zu treffen. Zunächst müssen Gespräche mit Banken geführt werden, um einen geeigneten Partner bei der Durchführung des IPO zu finden. Im weiteren Verlauf wird in der Regel eine der Banken zum Konsortialführer bestimmt, oftmals gehören dem Konsortium weitere Banken an, die an der Emission ebenfalls beteiligt werden.

2. Durchführung einer Unternehmensanalyse

Um die geplante Gesellschaft zu analysieren, wird eine Due Diligence-Prüfung durchgeführt. In deren Verlauf wird der Unternehmenswert ermittelt. Die Analyse mündet in der Formulierung eines rechtlich verbindlichen Börsenprospektes, der Voraussetzung für den Handel an der Börse ist.

3. Roadshow

Im Rahmen einer so genannten Roadshow wirbt das Unternehmen auf Basis des Börsenprospektes Investoren für den eigenen Börsengang. Dabei werden die Informationen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel einer Roadshow ist es darüber hinaus, das potenzielle Interesse an den Aktien des eigenen Unternehmens auszuloten.

4. Festlegen eines Emissionspreises

Nach der Roadshow legen die Konsortialbanken eine ihrer Meinung nach angemessene Preisspanne fest, in deren Rahmen die Unternehmensaktien gezeichnet werden sollten. Der Emissionspreis liegt gemeinhin im Rahmen dieser so genannten Bookbuildingspanne und wird in Folge festgelegt. Alternativ kann die Gesellschaft auch einen Festpreis bestimmen.

5. Zuteilung der Aktien

Nach Festlegung des Emissionspreises können die Anteilsscheine den Investoren zugeteilt werden. Dabei werden die Aktien öffentlich zur Zeichnung angeboten. Während dieser vorher festgelegten Zeichnungsfrist legen sich potenzielle Anleger auf eine bestimmte Stückzahl fest. Ist die Nachfrage nach Aktien größer als das Angebot, spricht man davon, dass der Börsengang "überzeichnet" ist. Dann wird bestimmt, wie die Anteilsscheine zugeteilt werden.

6. Erstnotiz

Nach erfolgreicher Zuteilung der Aktien werden die Papiere erstmals an den Börsenparketts gehandelt. Dabei wird ein erster Kurs festgestellt, die so genannte Erstnotiz. Von diesem ersten Börsenkurs ist abhängig, ob die Investoren – in Abhängigkeit von dem gezahlten Emissionspreis – Zeichnungsgewinne oder -verluste einfahren.

7. Regulärer Handel an der Börse

Die Anteilsscheine können nun regulär am Kapitalmarkt gehandelt werden. Allgemeine Informationen zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren können Sie zum Beispiel hier einsehen.

Quelle

Heute dürfte der Wert von CBR nur noch bei 1,2 Milliarden Euro liegen – allerdings hat EQT auch die Schulden von 1,2 Milliarden auf 500 Millionen Euro gedrückt.

CBR war vom Hamburger Unternehmer Detlev Meyer (Hawesko ) gegründet worden.

Von

rtr

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