Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.04.2017

11:08 Uhr

Börse Asien

Asiens Anleger machen Kasse

US-Präsident Trump legt erste Punkte zu seiner großen Steuerreform vor – und die Börsen in Fernost lässt es kalt. Man wolle die Details abwarten, heißt es auf dem Parkett. Am Donnerstag kamen die Kurse nicht vom Fleck.

Japans Börsianer hielten sich am Donnerstag zurück. AP

Ein Blick auf den Bildschirm

Japans Börsianer hielten sich am Donnerstag zurück.

Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally haben die asiatischen Börsen am Donnerstag belastet. Die von US-Präsident Donald Trump vorgelegten und mit Spannung erwarteten Eckpunkte zu seiner geplanten Steuerreform hätten zudem die Anleger weitgehend kalt gelassen, sagten Händler. Die Aussicht auf Steuersenkungen habe die Börsen bereits seit längerem angetrieben, die Frage der Finanzierung ist aber weiter nicht beantwortet. Grundsätzlich bleibe die Stimmung am Markt aber optimistisch. „Es ist normal, dass Investoren nach Gewinnen in den USA und Japan Kasse machen“, sagte der Fondsmanager Mitsushige Akino von Ichiyoshi Asset Management.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,2 Prozent tiefer bei 19.252 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 1537 Punkten. Zu den Verlieren zählte der Elektronikkonzern Renesas mit einem Abschlag von 8,2 Prozent. Medienberichten zufolge will sich ein Staatsfonds von einem großen Anteil am Unternehmen trennen.

Im Blickpunkt stand auch der Autozulieferer Takata, dem der Skandal um weltweit mehr als 100 Millionen zurückgerufene Airbags zu schaffen macht. Die Papiere wurden zeitweilig vom Handel ausgesetzt und schlossen 20 Prozent tiefer, die höchstmögliche Verlustquote an der Tokioter Börse. Hintergrund war ein Medienbericht, wonach das Unternehmen einen Antrag auf Gläubigerschutz erwägt.

Studie zur Börsenentwicklung: Sind Populisten doch Kurstreiber?

Studie zur Börsenentwicklung

Premium Sind Populisten doch Kurstreiber?

Bei Investoren ist die Angst groß vor Populisten, die Nationalismus predigen und den Handel beschneiden. Eine Studie zeigt jedoch, dass solche Politiker nicht schlecht für die Kurse sein müssen – zumindest eine Zeit lang.

Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Plus, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor dagegen 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans bewegte sich kaum. Ein Euro wurde mit 1,0899 Dollar bewertet nach 1,0903 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 111,24 Yen gehandelt nach 111,03 Yen in den USA.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×