Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.12.2015

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Alle 30 Dax-Titel schließen im Minus

China bremst die Börsen einmal wieder ab. Die Exportzahlen enttäuschen auf ganzer Linie. Viele Anleger streichen daher ihre Gewinne ein. Der Dax gibt deutlich nach – auf unter 10.700 Punkte.

Börse am Abend

Schwaches Wachstum: Anleger flüchten sich in Bundesanleihen

Börse am Abend: Schwaches Wachstum: Anleger flüchten sich in Bundesanleihen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtEnttäuschende Konjunkturdaten aus China haben am Dienstag unter Europas Aktienanlegern für Verdruss gesorgt. Der Dax verlor bis zum Handelsschluss 1,95 Prozent auf 10.673 Punkte, der EuroStoxx50 fiel um 1,7 Prozent.

Die Euphorie vom Montag, als Dax & Co ein wenig Boden gutgemacht hatten, sei rasch verflogen, sagte CMC-Markets-Analyst Jochen Stanzl. Schwache Vorgaben von der Wall Street und ein steigender Euro vermiesten den Anlegern die Stimmung. Am Nachmittag rutschte auch der Dow Jones wie am Vortag ins Minus. An den Ölmärkten gingen die Preise noch tiefer in den Keller. Nordseeöl kostete erstmals seit Februar 2009 zeitweise weniger als 40 Dollar je Fass (159 Liter).

Opec ist tief gespalten: Die Ära des billigen Öls geht weiter

Opec ist tief gespalten

Premium Die Ära des billigen Öls geht weiter

Der Ölhahn der Opec bleibt weiter aufgedreht. Das gespaltene Ölkartell konnte sich nicht auf eine Drosselung der Fördermenge einigen. Ein wichtiges Ziel hat es damit aber zumindest erreicht.

Der Exportweltmeister China hatte im November den fünften Monat in Folge weniger ausgeführt. Die Daten zeigten, dass die Wirtschaft der Volksrepublik noch weit davon entfernt sei, ihre Schwächephase hinter sich zu lassen, sagte Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. Und das, obwohl Regierung und Notenbank unter anderem mit Zinssenkungen gegenzusteuern versuchten. In Shanghai fiel der chinesische Leitindex um 1,9 Prozent.

Öl-Aktien: Diesen Öl-Konzernen laufen die Anleger weg

Öl-Aktien

Diesen Öl-Konzernen laufen die Anleger weg

Seit Monaten ist der Ölpreis auf Talfahrt. Rohöl überflutet die Weltmärkte, die Nachfrage ist aber schwach. Anleger gehen wegen einbrechender Gewinne bei Öl-Konzernen in Deckung. Dennoch verlieren nicht alle Aktien.

Für die Anleger an den Aktienmärkten signalisierten die fallenden Energiepreise eine schleppende Konjunktur. Das machte Aktien von Unternehmen mit einer großen Abhängigkeit von der Wirtschaftsentwicklung zu schaffen: Thyssen-Krupp fielen im Dax um 3,7 Prozent, Salzgitter im MDax um 6,2 Prozent. Aber auch die Versorger Eon und RWE ließen mit Abschlägen von vier bis fünf Prozent Federn.

Alle 30 Dax-Titel schlossen am Minus. Am besten schnitt noch der Düngemittelproduzent K+S ab, der 0,04 Prozent nachgab. Im MDax lagen nur vier Titel im Plus – an der Spitze der Leuchtmittelhersteller Osram mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent.

Die niedrigen Rohstoffpreise – auch die Preise für viele Industriemetalle wie Kupfer sind in diesem Jahr unter Druck – machten den meist in London gelisteten Bergbaukonzernen zu schaffen. Die Streichung der Dividende und ein heftiger Stellenabbau löste bei AngloAmerican einen Ausverkauf aus: Die Aktien fielen um fast 12 Prozent und markierten mit 328 Pence den dritten Tag in Folge ein Rekordtief. Im Sog von Anglo American verloren die Titel der Konkurrenten Rio Tinto, Antofagasta, Glencore und BHP Billiton fünf bis neun Prozent.

In Paris fielen nach dem Abstieg aus dem Auswahlindex CAC40 die Aktien des Versorgers Edf um 3,8 Prozent auf ein Rekordtief von 12,80 Euro. Die Aktien der Immobilienfirma Klepierre, die die EdF-Papiere ersetzen, legten 0,3 Prozent zu.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×