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13.02.2015

18:02 Uhr

Börse Frankfurt

Anleger gehen in Feierlaune ins Wochenende

An den Börsen herrschte zum Wochenschluss beste Stimmung. Gleich an zwei Krisenherden in Europa gab es Fortschritte. Die Anleger schienen nur auf ein solches Signal gewartet zu haben und schickten den Dax auf Rekordkurs.

Börse am Mittag

Rekord: Dax markiert Allzeithoch

Börse am Mittag: Rekord: Dax markiert Allzeithoch

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FrankfurtFreitag der Dreizehnte hat sich für die Börsianer als ein Glückstag entpuppt. Denn um 9:39 Uhr passierte das, worauf sie seit Monaten warteten: Der deutsche Leitindex kletterte auf 11.013 Zähler - und damit auf einen neuen Rekordstand. Doch die 11.000-Marke halten konnte er nicht. Der Index ging 0,4 Prozent fester bei 10.963 Zählern aus dem Handel.

Nach der turbulenten Börsenwoche atmeten die Anleger erleichtert auf. Plötzlich fügten sich die Puzzleteile wieder positiv zusammen mit einer vereinbarten Waffenruhe in der Ukraine und Signalen über eine Kompromissbereitschaft Griechenlands, sagte ein Händler. Das gebe den Börsen den entscheidenden Schub. „Die Notenbanken fluten die Kapitalmärkte weltweit mit billigem Geld. Zur Aktienanlage gibt es derzeit keine Alternative, so dass die Börsen von einem Rekord zum nächsten laufen“, kommentierte auch Portfoliomanager Ludwig Donnert von Orca Capital mit Blick auf die Großwetterlage.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Der Dax ist nicht der einzige Index, der einen Höchststand markiert hat. Der MDax legte 0,7 Prozent auf 19.288 Punkte zu. Der Index der mittelgroßen Werte erreichte ebenfalls einen Rekord. Der TecDax gab dagegen 0,6 Prozent auf 1517 Punkte ab. Der Eurozone-Leitindex Eurostoxx50 kletterte mit plus 0,9 Prozent auf 3447 Punkte.

Gute Nachrichten gab es auch von Seiten der Konjunktur: Angetrieben vom Wachstumsmotor Deutschland hat die Wirtschaft in der Euro-Zone Ende 2014 etwas stärker zugelegt als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat heute in einer ersten Schätzung mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.

Im Gesamtjahr wuchs die Wirtschaftsleistung im Währungsraum zwischen Lissabon und Helsinki um 0,9 Prozent zu. Deutschland war als größte Volkswirtschaft der Währungsunion der Taktgeber für das Wachstum im Schlussquartal und legte weit überdurchschnittlich um 0,7 Prozent zu. Griechenlands Wirtschaft schrumpfte dagegen um 0,2 Prozent. Begünstigt vom niedrigen Ölpreis und einer von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgelösten Geldschwemme sind die Wachstumsaussichten für die Währungsunion in diesem Jahr gut: Nach Prognose der EU-Kommission wird die Konjunktur um 1,3 Prozent zulegen.

Sandra Navidi zu Griechenland

„Grexit wäre ohne Weiteres verkraftbar“

Sandra Navidi zu Griechenland: „Grexit wäre ohne Weiteres verkraftbar“

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Dennoch: Anleger sollten sich nicht in allzu großer Sicherheit wiegen. Denn heute gehen die Verhandlungen zwischen Griechenland und der EU weiter. Und dieses Thema wird die Börsen beschäftigen. „Wie weit das Prinzip Hoffnung den Dax über die auch technisch wichtige Marke von 11.000 Punkten tragen kann, bleibt abzuwarten. Die Luft darüber wird bis zu einer tatsächlichen Lösung in der griechischen Schuldenfrage immer dünner werden”, schreibt Andreas Paciorek von CMC Markets.

Allerdings senden die EU-Politiker derzeit Signale aus, welche die Märkte eher beruhigen dürften. So rechnet der EU-Währungskommissar Pierre Moscovici mit einer baldigen Einigung im Streit für EU-Hilfen für Griechenland. Ministerpräsident Alexis Tsipras, müsse zunächst die bereits vereinbarten Zusagen einhalten, sagte Moscovici dem französischen Radiosender „Europa 1”. „Gleichzeitig sind wir Europäer bereit auszuloten, welchen Spielraum es gibt.” Entscheidend werde das Treffen der Euro-Finanzminister am Montag sein. „Das Treffen wird schwierig, es wird ausschlaggebend sein”, so Moscovici . Aber: „Es ist machbar.”

Kommentare (88)

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Rocco Siffredi (Riesenarschloch)

13.02.2015, 07:21 Uhr

Warum steigt der Dax jetzt genau? In der Ukraine wird weiter gekämpft, die Sanktionen gibts trotzdem....

Vielleicht liegts ja doch am Verfalltag nächste Woche, aber dann wäre das ja pure Zockerei und hätte nichts mit "Anlage" zu tun.

Ich gehe trotzdem weiter short. Erstmal bei der Pommesbude Bilfinger, beim Dax, Euro und Brent.

Account gelöscht!

13.02.2015, 08:08 Uhr

Warum der Dax steigt?

Weil die Anlage in Aktien alternativlos ist.

Mit meiner unfehlbaren Langfriststrategie auf 30-50 Jahre liege ich immer vorne die Div. nicht eingerechnet,wie beim Mogel-Dax.
Natürlich bin ich nur marginal im Dax investiert,ich fische in allen Gewinnerteichen.
Die big player haben es mir angetan und von denen habe ich eine ganze Menge in meinem Depot.

Eine Verliereraktie würde ich nie kaufen,dafür bin ich zu clever.

Auch wenn mein Anlagehorizont länger ist als meine restliche Lebensdauer,scheue ich doch keinen Aufwand mehrmals täglich darüber zu schreiben.

Bis später....

Account gelöscht!

13.02.2015, 08:08 Uhr

Warum der Dax steigt?

Weil die Anlage in Aktien alternativlos ist.

Mit meiner unfehlbaren Langfriststrategie auf 30-50 Jahre liege ich immer vorne die Div. nicht eingerechnet,wie beim Mogel-Dax.
Natürlich bin ich nur marginal im Dax investiert,ich fische in allen Gewinnerteichen.
Die big player haben es mir angetan und von denen habe ich eine ganze Menge in meinem Depot.

Eine Verliereraktie würde ich nie kaufen,dafür bin ich zu clever.

Auch wenn mein Anlagehorizont länger ist als meine restliche Lebensdauer,scheue ich doch keinen Aufwand mehrmals täglich darüber zu schreiben.

Bis später....

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