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23.12.2015

18:16 Uhr

Börse Frankfurt

Anleger greifen vor Heiligabend zu

Der Dax kann einen Tag vor Weihnachten noch einmal deutlich zulegen. An Heiligabend kletterte er um 2,28 Prozent auf 10.727 Punkte. Bis zum Jahresende gerät die 11.000-Punkte-Marke nun wieder in Reichweite

Börse am Abend

Riesen-Verlust: RWE verliert 2015 rund 60 Prozent

Börse am Abend: Riesen-Verlust: RWE verliert 2015 rund 60 Prozent

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FrankfurtAm letzten Handelstag vor Heiligabend haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt noch einmal kräftig zugegriffen. Der Dax schloss am Mittwoch mit einem Gewinn von 2,28 Prozent auf 10727,64 Punkte. Damit beendete der deutsche Leitindex die verkürzte Handelswoche vor Weihnachten mit einem Plus von 1,1 Prozent. Börsianer halten es für möglich, dass der Dax an den verbleibenden drei Handelstagen bis zum Jahresende noch einmal die 11.000-Punkte-Marke in Angriff nehmen wird.

Der MDax ging am Mittwoch mit plus 1,50 Prozent auf 20 708,82 Punkten über die Ziellinie. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 1,39 Prozent auf 1814,35 Zähler.

Vor allem der wieder schwächere Euro, der am Nachmittag im Zuge guter US-Konjunkturdaten weiter absackte, ließ die Kauflaune steigen. Ein sinkender Euro hilft deutschen Firmen beim Export. Der Ölpreis-Anstieg habe dem Dax weitere Schützenhilfe geleistet, sagte Marktanalyst Andreas Paciorek von CMC Markets.

Dax, MDax, SDax: Welche Aktien alle Rekorde brechen

Dax, MDax, SDax

Welche Aktien alle Rekorde brechen

Hoch und höher ging es in den vergangenen Wochen für die Aktien in den deutschen Indizes. Zum Jahresausklang haben die Anleger sich eine Herbstrally geliefert. Wer sind die Champions der Indizes? Eine Übersicht.

Im Dax sprangen die Aktien von RWE und Eon um 6,02 beziehungsweise 5,49 Prozent hoch. Die zwei Versorger trennen sich von ihren Minderheitsanteilen am Luxemburger Energiekonzern Enovos International. Das Geschäft spült Geld in die Kassen von RWE und Eon, die von der Energiewende in Deutschland im Jahresverlauf stark belastet wurden.

An der Dax-Spitze mit plus 6,73 Prozent fanden sich die Papiere des Industrie- und Stahlkonzerns Thyssenkrupp. Sie profitierten von der Preiserholung bei Industriemetallen. Als bester Wert im MDax legten die Aktien des Rivalen Salzgitter um 4,88 Prozent zu. Für den Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) ging es gleich dahinter um 4,81 Prozent nach oben.

Gut gelaufene Geschäfte beim US-Sportartikelkonzern Nike sorgten bei den Anlegern des deutschen Rivalen Adidas für Kauflaune. Adidas-Papiere, die im Jahr 2015 bislang der beste Dax-Wert sind, gewannen am Mittwoch 2,40 Prozent. Die Nike-Zahlen deuteten auf ein anhaltend starkes Wachstum für die gesamte Branche hin, schrieb Warburg-Analyst Jörg Philipp Frey. Im ebenfalls sehr freundlichen SDax der kleineren Werte ging es für die Papiere des Konkurrenten Puma um 3,06 Prozent nach oben.

Die Schwärzesten Tage des Dax: 2008-2015

06. Oktober 2008

Für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate muss binnen einer Woche ein zweites Rettungspaket geschnürt werden. Der Dax verliert sieben Prozent.

08. Oktober 2008

Im Sog der Finanzkrise stürzt der Nikkei -Index um über neun Prozent ab. Der Dax verliert bis zu neun Prozent. Nach einer konzertierten Zinssenkungsrunde der großen Notenbanken erholen sich die Kurse nur leicht. Der Dax schließt mit einem Minus von sechs Prozent.

10. Oktober 2008

Rezessionsängste angesichts der Finanzkrise drücken den Nikkei-Index um zehn Prozent. Der Dax verliert ebenfalls sieben Prozent.

24. Oktober 2008

Ein erneuter Absturz der Tokioter Börse drückt den Dax in der Spitze um über elf Prozent.

8. August 2011

Nachdem die USA bei der Ratingagentur Standard & Poor's ihre Bestnote als Kreditnehmer verlieren, brechen die Kurse ein: Der Dax verliert rund fünf Prozent.

5. September 2011

Die Furcht der Anleger vor einer weltweiten Rezession und einer Ausweitung der Schuldenkrise in der Euro-Zone drückt den Dax um 5,3 Prozent ins Minus.

1. November 2011

Der Dax verliert rund fünf Prozent. Auslöser ist die überraschende Ankündigung einer Volksabstimmung in Griechenland über ein Rettungspaket.

29. Juni 2015

Das Scheitern der Gespräche zur Lösung der Schuldenkrise in Griechenland und die überraschende Ansetzung einer Volksabstimmung über die Forderungen der Gläubiger drückt den Dax gleich im frühen Handel um 4,6 Prozent auf 10.964,24 Punkte.

24. August 2015

Die Furcht vor einem deutlichen Konjunktureinbruch in China drückt den Dax erstmals seit Mitte Januar wieder unter die Marke 10.000 Punkten. Der Leitindex fällt um bis zu 3,6 Prozent auf 9760 Zähler.

Der EuroStoxx 50 legte um 2,25 Prozent auf 3286,68 Punkte zu. Deutliche Kursaufschläge gab es auch beim Cac-40-Index in Paris und beim FTSE-100-Index in London. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss ebenfalls klar im Plus.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,40 Prozent am Dienstag auf 0,44 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,27 Prozent auf 139,76 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,29 Prozent auf 157,95 Zähler. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0916 (Dienstag: 1,0952) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9161 (0,9131) Euro.

Kommentare (2)

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23.12.2015, 12:09 Uhr

Ob dieser Fakedax (die Profis wissen von was ich rede) über 10.600 oder unter 10600 startet,oder ob er unter 10.000 oder über 11.000 steht, ist mir völlig egal.

Wer wie ich seit über 50 Jahren in die internationalen Prämiumgewinneraktien investiert, kann über solche Wasserstandsmeldungen nur schmunzeln.

Bei Schwäche wird nachgekauft und sich an der Dividende erfreut.
Verkauft wird nie, denn nur wer Verluste realisiert der macht Verluste.

In disem Sinne,ein schönes Fest, ich habe mir meine Gaben schon selbst unter den Baum gelegt.
Es war mir eine besondere Freude endlich wieder mal einen Kommentar schreiben zu dürfen.
DANKE HBO

Herr Peter Delli

23.12.2015, 13:56 Uhr

Allen voran die Versorgen Eon und RWE sowie Thyssen Krupp können zwischen 4,5 und 6,4 Prozent.
Eine typische Mogelpackung, die Versorger sind fertig und beim Stahl entsteht eine Überproduktion. Wer das kauft ist mehr als mutig oder mogelt den Kurs nach oben.

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