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19.01.2011

06:00 Uhr

Börse Frankfurt

Anleger nehmen Gewinne mit

Der Dax stoppt seine Gewinnserie und dreht heute ins Minus. Anleger hielten ihr Pulver trocken und warteten auf neue Impulse. Schwache Zahlen von Goldman Sachs sorgen ebenfalls nicht für einen Durchbruch. Bei einigen Aktien grifffen Anleger aber unerschrocken zu.

HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Die Freude hielt nicht lange. Anleger in Europa haben sich am Mittwoch nur kurz von den starken Quartalszahlen der US-Technologiekonzerne Apple und IBM berauschen lassen. Nach Erreichen eines Zweieinhalb-Jahres-Hochs von 7165 Punkten im frühen Geschäft bröckelte der Dax wieder ab und schloss am Abend mit 7083 Zählern 0,85 Prozent unter dem Vortagesschluss. Für den MDax ging es um 1,29 Prozent auf 10 248,13 Punkte nach unten, der TecDax fiel um 1,16 Prozent auf 879,71 Punkte. "Grundsätzlich ist der positive Trend weiter intakt, aber dem Markt fehlt die Kraft oder vielleicht auch der Glaube, dass es noch deutlich nach oben gehen könnte", sagte ein Händler. Immerhin liegen viele Kurse derzeit so hoch wie seit Mai 2008 nicht mehr.

Die Bilanzen von Apple und IBM, die die beiden Branchenriesen am Vorabend veröffentlicht hatten, wurden insgesamt positiv aufgenommen. Die in Frankfurt notierten Aktien von Apple stiegen um 2,7 Prozent, drehten am Nachmittag allerdings wieder ins Minus. Die Papiere von IBM kletterten um 1,7 Prozent nach oben. Die Auswirkungen auf andere Aktien waren aber moderat: So profitierten Dialog Semiconductor nur zeitweise von den Zahlen, am Nachmittag fielen sie um knapp 5,5 Prozent. Auch bei Infineon verflog die Euphorie rasch und die Titel zählten mit einem Abschlag von 3,26 Prozent zu den Schlusslichtern im Dax. Händler sprachen hier allerdings auch von Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel am Vortag im Sog eines Analystenkommentars über fünf Prozent gewonnen hatten. Nur die Papiere des Handy-Ausrüsters Balda verharrten am Nachmittag noch mit 0,92 Prozent im Plus.

Händler begründeten die verhaltene Reaktion zum Teil mit der guten Kursentwicklung der Technologiewerte in jüngster Zeit. Vieles sei da in den Kursen schon berücksichtigt, hieß es. So gaben die Aktien des niederländischen Chipausrüsters ASML gut zwei Prozent nach. Dabei hatte das Unternehmen dank der hohen Nachfrage nach Samrtphones und Digitalkameras über ein Rekordjahr berichtet.

Die Bilanzen von Goldman Sachs und Wells Fargo fanden zunächst kein klares Echo am Markt. Vor allem die Zahlen von Goldman Sachs waren einigen Anlegern zu undurchsichtig. "Die Zahlen sind schwer einzuordnen", sagte ein Händler. Die Aktien der Deutschen Bank gaben ihre Gewinne zum Teil ab, lagen mit 43,50 Euro nahezu unverändert.

Größter Gewinner im Dax waren die Aktien von Merck, die um 1,2 Prozent vorrückten. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern sieht die Wirksamkeit seines wichtigsten Krebsmedikaments Erbitux durch eine weitere Studie bestätigt.

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