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03.04.2017

18:28 Uhr

Börse Frankfurt

Anleger verlieren kurz vor Rekordhoch den Mut

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Montag vor einem Rekordhoch des Dax zurückgeschreckt. Zwischenzeitlich erreichte der deutsche Leitindex ein Zwei-Jahres-Hoch, schloss dann aber mit Verlust.

Börse am Abend

Rekordjagd vorerst gestoppt: Dax verpasst Allzeithoch knapp

Börse am Abend: Rekordjagd vorerst gestoppt: Dax verpasst Allzeithoch knapp

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FrankfurtDie Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Montag vor einem Rekordhoch des Dax zurückgeschreckt. Der deutsche Leitindex hatte sich zu Handelsbeginn noch seiner Bestmarke bei 12 390 Zählern bis auf rund 15 Punkte genähert, bevor die Gewinne schmolzen und der Dax angesichts durchwachsener US-Konjunkturdaten ins Minus rutschte. Am Ende stand ein Verlust von 0,45 Prozent auf 12 257,20 Punkte.

Der jüngste Anstieg des Dax trotz zahlreicher Hürden sei zunächst ein Stärkesignal, sagten die Experten des Börsenstatistik-Magazins „Index-Radar“. Allerdings kündige sich mittlerweile zumindest kurzfristig eine Überhitzung an. Für den Index mittelgroßer Werte MDax hatte es derweil zwischenzeitlich zu einem Rekord gereicht. Er stand zum Handelsschluss aber 0,03 Prozent tiefer bei 23 896,60 Zählern. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel unter dem Druck von Kursverlusten der Schwergewichte Dialog Semiconductor und Sartorius sogar um 0,57 Prozent auf 2035,17 Punkte.

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Ein wesentlicher Treiber des Dax-Gewinns von mehr als 7 Prozent im ersten Quartal war die Hoffnung auf eine noch stärker anziehende Wirtschaft unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump gewesen. Zwischenzeitlich aufgekommene Zweifel an seiner Durchsetzungsfähigkeit bei geplanten Wirtschaftsreformen wurden jüngst von guten Konjunkturdaten dies- wie jenseits des Atlantiks übertrumpft.

Seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten haben alle drei großen US-Indizes neue Bestmarken schon erreicht. Am Montag stieg der Nasdaq-Composite zeitweise um 0,3 Prozent auf ein frisches Allzeithoch, ehe auch er abbröckelte. Unsicherheit vor dem US-Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Donnerstag und Freitag bremse den Markt. Hinzu komme die bald beginnende Bilanzsaison, sagten Analysten.

Da half es wenig, dass der US-Einkaufsmanagerindex (ISM) im März etwas besser als erwartet ausgefallen war. In Deutschland war das Barometer für die Stimmung der Einkaufsmanager im März auf den höchsten Stand seit April 2011 geklettert. Auch in Italien und Frankreich legten die Einkaufsmanager-Indizes zu. „Mit Werten klar im Expansionsbereich bleibt das Wachstumsszenario intakt“, sagte Helaba-Analystin Viola Julien.

Kommentare (3)

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Herr Hans-Jörg Griesinger

03.04.2017, 08:33 Uhr

1929 stiegen vor der Großen Depression / Weltwirtschaftskrise auch die Börsenkurse immer weiter an, bis dann der große Crash „der Schwarze Freitag“ kam und die Welt und die Finanzmärkte in den Abgrund stürzte. Natürlich wiederholt sich die Geschichte, weil ein Teil der Menschheit, immer wieder die gleichen Fehler begeht. Es ist doch logisch, warum dann das Ergebnis auch immer wieder dasselbe sein wird, nämlich der Untergang von Geldsystem und Wirtschaft, die Zerstörung durch Krieg und dann der Wiederaufbau mit einhergehendem Wirttschaftswachstum und einigen Jahrzehnten -goldener Zeiten- (siehe die Entwicklung nach 1945 bis Ende der 1990er Jahre).
Der Spruch stimmt:
Nach jedem Krieg, die Wirtschaft wie Phönix aus der Asche stieg.
Wer immer wieder die gleichen Fehler wie in der Vergangenheit begeht, erhält immer wieder die gleichen negativen Ergebnisse, welche in jedem Geschichtsbuch nachzulesen sind. Und daran sind keine Rechtspopulisten oder Trumps schuld, sondern einzig und allen die politischen Parteien und Entscheidungsträger der letzten zwei Jahrzehnte. Erst darauf begründet sich die heutige prekäre Weltlage, der marode Zustand des Finanzsystems inkl. der Überschuldungen vieler Staaten und der zunehmende Zerfall der Gesellschaften. Die Ursache sind die vielen Fehlentscheidungen der Vergangenheit, das Ergebnis ist Rechtspopulismus und zunehmende Spaltung zwischen den jeweiligen Staaten und innerhalb der Bevölkerungen. Ein Teufelskreis der durch die Kapitalmärkte und Investoren, die auf der Suche nach noch mehr Profit und Rendite, skrupel- und morallos jede noch so geschmacklose Geldanlageform nutzen, um ihr Kapital zu vermehren.
Da wird dann gegen Staaten und Währungen gewettet. So kann und darf es nicht mehr weiter gehen. Hier muß endlich eine klare Linie gezogen werden, wann Schluß ist.

Herr Tom Bauer

03.04.2017, 10:05 Uhr

Die Frage ist nie:
Gibt es neue Höchststände?
Sondern:
Wann gibt es neue Höchststände?
Daher ist es müßig darüber zu reden ob es diese oder nächste Woche passiert oder erst in fünf Jahren.
So gesehen funktioniert unser Wirtschaftssystem relativ gut!
Jeder muss für sich nur entscheiden ob er daran teilnehmen will oder sein Geld zur Sparkasse trägt... wohl wissend die machen damit nix anderes, außer sich einen Teil des Kuxchesn abzuschneiden.

Und das gute ist: Jeder kann sich an UNternehmen beteiligen die er persönlich mag, dessen Produkte oder auf ethische (z.B. EWhole foods) oder weniger ethischen Geschäftsmodelle (Öl?) setzt.
Was will man mehr?

Baron v. Fink

03.04.2017, 18:24 Uhr

Ethisch Geld verdienen, das ist lustvoll, endlich kann man in ruhig schlafen, weil man der Gute ist. Gut ist der Strom aus Tschernobyl zwischengespeichert im Ausland und zurück als Öko-Strom. Aktien von Pumpkraftwerken läßt den Öko-Spinner schlafen und die Dividenden fließen Ha Ha Ha

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